Die besten Wettanbieter mit paysafecard in der Schweiz: zwei Bewilligungen, viele Zahlwege ohne Rückhalt

Updated Oktober 2026
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Stand: 29. Oktober 2026. Geprüft gegen die Bewilligungsangaben des Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern), die Angaben der beiden Veranstalterinnen in ihren eigenen Teilnahmebedingungen und die Preisangaben von paysafecard.

Ein Glas voller Münzen steht auf einem Regal in einem hellen Zimmer, daneben eine kleine Topfpflanze und ein Stück Holz.
Bei paysafecard fällt für einen Gutschein 30 Tage nach dem Kauf eine monatliche Gebühr von 4 € an, vermeidbar durch Registrierung eines PaysafeCard-Kontos.

Wer einen paysafecard-Code in der Hand hält, hält ein Stück Bargeld in Code-Form. Kein Konto, kein Bankkonto, keine Spur zu einer IBAN. Genau deshalb greifen Wettende in der Schweiz zu diesem Weg. Genau deshalb ist er teuer, wenn man ihn falsch einsetzt.

Und genau deshalb führt er an eine unangenehme Stelle: Der einzige Ort, an dem Sportwetten in der Schweiz mit Bewilligung veranstaltet werden dürfen, nimmt diesen Code nicht an. Swisslos und die Loterie Romande fahren eigene Wege — die eine mit Online-Zahlung und Einzahlungsschein, die andere mit eigenen Prepaid-Tickets. Ein ausländischer Anbieter nimmt den paysafecard-Gutschein, hat dafür aber keine Bewilligung aus Bern und keine Spur von Schweizer Rechtsschutz.

Die beiden Schweizer Veranstalterinnen sind alternate auch die zwei besten Wettanbieter mit paysafecard? Nein. Sie sind die zwei besten Wettanbieter der Schweiz, und paysafecard ist keiner ihrer Zahlwege. Das ist keine Spitzfindigkeit, das ist der Kern der Sache.

Wer nicht in der Schweiz wohnt, kann bei keiner der beiden eine Online-Wette platzieren, und wer in der Schweiz wohnt, aber eine paysafecard einlösen möchte, muss zu einem der ausländischen Anbieter — ohne Schweizer Rechtsschutz. Das ist die entscheidende Grenze für Ihre Wahl.

Wie paysafecard funktioniert und was der Preis dafür ist

Um diesem Code 50 Franken fällt ein nichts, wenn man ihn am Kiosk kauft und sofort einsetzt. Nach 30 Tagen Nicht-Nutzung kassiert der Herausgeber pro Monat 4 Euro, sofern kein PaysafeCard-Konto registriert ist. Ein Konto bringt den Vorteil, dass die Nicht-Nutzung nicht sofort so teuer wird, aber ab dem 13. Monat ohne Kontobewegung werden dafür 2 Euro pro Monat fällig. Auf einem Gutschein, der drei Monate in einer Schublade liegt, sitzen die Gebühren wie Mehltau auf einem unbenutzten Brot.

Ein Trainingsplatz zeigt eine Ersatzbank mit Trinkflasche und eine Reihe oranger Hütchen auf frisch gemähtem Rasen im Spätnachmittagslicht.
Der Rücktausch von paysafecard-Guthaben kostet 5 % des Auszahlungsbetrags, höchstens 5 € pro Rücktausch.

Wer sein Guthaben gar nicht mehr einsetzen will, sondern zurückhaben will, zahlt 5 % des Auszahlungsbetrags, maximal 5 Euro pro Rücktausch. Ein Guthaben von 100 Euro kostet also genau 5 Euro, eines von 50 Euro 2,50 Euro, eines von 200 Euro immer noch nur 5 Euro — der Deckel greift. Rechnet man Gebühren und Rücktausch zusammen, kann aus einem Gutschein mit der Zeit ein hübsch teures Stück Papier werden.

Wer zahlt diese Gebühren? Der Kunde. Der Wettanbieter zahlt nur den Betrag, den der Code hergibt.

Bei Auszahlungen sieht es anders aus, und hier wird es für den Wettenden unangenehm: Wer sein Guthaben von paysafecard nicht mehr einsetzen will, muss es zurücktauschen — mit den genannten 5 %. Gewinne kommen bei den bewilligten Anbietern ohnehin nur auf ein Konto, das auf den eigenen Namen lautet. Wer mit paysafecard bei einem Anbieter ohne Bewilligung einzahlt, kann dort seine Gewinne auf ein eigenes Konto auszahlen lassen — nur prüft dort niemand, ob es wirklich das eigene ist.

Dasselbe Geld, zwei verschiedene Kostenblätter: Bei Swisslos kostet eine Auszahlung auf ein eigenes Konto ab der dritten Transaktion innerhalb von 365 Tagen bis zu 3 % Kommission; die ersten zwei Auszahlungen sind gratis. Wer die Wahl hat, rechnet also gegen: 3 % bei Swisslos gegen 5 % beim Rücktausch des Codes.

Welche Bedingungen an einen Wettbonus mit paysafecard hängen

Der Schweizer Markt ist kein Bonuspark. Gratisspielguthaben braucht die vorherige Zustimmung der Gespa — im Jahr 2025 gab es 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Das ist keine Zahl über das Werbebudget, das ist die Obergrenze des Angebots in der Schweiz.

Ein Gletscher schiebt sich zwischen steile Felswände, im Vordergrund liegen Geröll und ein schmaler Bach in kaltem Licht.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Praktisch heisst das: Wer einen grossen Wettbonus mit paysafecard sucht, sucht bei einem Anbieter ohne Bewilligung. Die Schweizer Veranstalterinnen arbeiten mit eigenen Aktionen, nicht mit Einzahlungsboni. Die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen: Wer innert 7 Tagen den in den National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Gratisspielguthaben — insgesamt 7’000 Stück, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar.

Wer sich das schönredet, übersieht: Es sind CHF 10. Nicht CHF 10 pro Aktionsstandort, sondern ein Kontingent von 7’000 Stück über sieben Tage in mehreren Stadien. Wer den Code nicht eingesammelt hat, hat nichts verloren. Und Gratisspielguthaben ist nicht auszahlbar — wer die CHF 10 einsetzt und verliert, verliert CHF 10, aber gewinnt er, bleibt der Gewinn oder auch nur das Guthaben selbst im Spielkonto hängen. In der Praxis heisst nicht auszahlbar: Das Guthaben ist nur für weitere Wetten verwendbar, nicht für die Auszahlung auf ein Bankkonto. Was vom Gesetzgeber als «Gratisspielguthaben» bezeichnet wird, ist im Markt als «Gratiswette» oder «Freiwette» unterwegs — derselbe Gegenstand, zwei Vokabeln, und die Bedingungen entscheiden, was draus wird.

Bei einem ausländischen Bonuspaket steht der Wettende vor einer anderen Rechnung: Bonusguthaben lässt sich in der Regel nur einlösen, wenn es mehrfach umgesetzt wird. Umsatzanforderungen von der fünffachen bis zur zehnfachen Bonus-Höhe sind keine Seltenheit. Wer CHF 100 Bonus bekommt, muss also CHF 500 bis CHF 1’000 an Einsätzen platzieren, bevor er auszahlen kann. Jeder dieser Einsätze trägt eine Marge von einigen Prozent, und die Summe dieser Margen kann die Bonus-Höhe übersteigen. Die Rechnung ist keine exakte Wissenschaft, weil je nach Quote und Markt variiert, aber die Richtung ist klar: Je höher die Umsatzanforderung, desto mehr verliert der Bonus seinen Wert.

Der zweite Hebel ist die Mindestquote. Fast alle Bonusbedingungen verlangen, dass Einsätze erst ab einer festgelegten Quote auf den Umsatz angerechnet werden — oft 1.50 oder 1.80. Wer die Anforderung auf einer Quote von 1.50 erfüllen will, muss mehr Einsätze platzieren als bei einer Quote von 1.20. Und schliesslich die Frist: Ein Bonus, der innerhalb von 30 Tagen umgesetzt werden muss, setzt den Wettenden unter Druck — wird er bis dahin nicht umgesetzt, verfällt der Bonus samt darauf erzielter Gewinne.

Was kostet dieses Tempo? Ein Wettender, der die Umsatzanforderung binnen 30 Tagen erledigen will und CHF 1’000 platzieren müsste, muss täglich über CHF 33 einsetzen. Mit dem Mindesteinsatz bei Sporttip von CHF 1 pro Einzel- oder Kombinationswette wäre das eine ganze Serie — kein Problem, wenn die Zeit reicht und die Quote stimmt. Aber jeder Einsatz trägt eine Marge, und die Marge zahlt der Wettende, nicht der Anbieter. Das ist der Grund, warum ein Bonus keine Gratis-Chance ist, sondern eine Wette mit Zusatzkosten.

Und wenn Sie nicht abräumen und trotzdem nicht verlieren wollen: Bei einem Bonus, der an Einzahlung gekoppelt ist, zählt jede Wette auf dem Weg zur Auszahlung mit. Eine Reihe von Wetten mit einer Durchschnittsquote von 1.50 auf einem Markt, dessen Auszahlungsquote 95 % beträgt, kostet den Wettenden im Schnitt rund 5 Franken pro 100 Franken Umsatz — die Zahl ist ein Durchschnittswert über viele Wetten und keine Zusage für ein einzelnes Ergebnis. Auf CHF 1’000 Umsatz sind das ungefähr CHF 50, die über die Marge beim Buchmacher landen. Wo der Bonus nicht über dieser Schwelle liegt, bleibt vom Bonus nichts.

Was passiert, wenn Sie einzahlen und gewinnen: Der Zahlweg nach der Wette

Der Weg hinein ist bei paysafecard kurz und anonym. Der Weg hinaus ist es nicht. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung mit paysafecard einzahlt, bekommt seine Gewinne — sofern er sie bekommt — in der Regel auf ein Bankkonto oder eine andere Zahlungsmethode, und beides verlangt den Namen. Anonymität gibt es beim Einzahlen, nicht beim Auszahlen.

Die Regel hinter dieser Asymmetrie ist keine Eigenart eines Anbieters, sondern Vorgabe: Gewinne und Guthaben werden bei bewilligten Schweizer Anbietern nur auf ein Zahlungskonto ausgezahlt, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet. Krypto- oder anonyme Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettenmarkt nicht, und der Spieler bekommt auch keinen Kredit — Einzahlungen müssen aus dem eigenen Guthaben kommen.

Bei Swisslos heisst das konkret: Spielguthaben wird innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto ausgezahlt. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Kleinere Gewinne gehen schneller: Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen. Wer sein Konto also frisch aufgeladen hat und mit einer Wette CHF 1’000 knackt, kann mit dem Geld in wenigen Tagen rechnen, während ein Gewinn von CHF 900 zunächst im Wallet liegt und dort weiterhin für Wetten zur Verfügung steht.

Bei der Loterie Romande liegt die Grenze gleich: Gewinne bis CHF 1’000 netto werden direkt dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber auf das Konto der angegebenen IBAN überwiesen. Gratisspielguthaben ist auch hier nicht auszahlbar.

All das gilt für die beiden bewilligten Veranstalterinnen. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist die Auszahlung Sache seiner eigenen Bedingungen, und der Weg dorthin führt oft über dieselbe Zahlungsmethode, über die eingezahlt wurde — bei paysafecard ist das gar nicht möglich, weil der Code eine Einbahnstrasse ist. Wer also mit einem Gutschein eingezahlt hat, muss für die Auszahlung eine andere Methode hinterlegen, und dies kann erneut Identitätsnachweise auslösen, die bei paysafecard-Einzahlungen gerade nicht anfielen.

Wie die Schweizer Prepaid-Tickets funktionieren und was sie kosten

Die Loterie Romande gibt eigene Prepaid-Tickets «Pre-pay Loro.ch» heraus, zu CHF 20, CHF 50, CHF 100 und CHF 200. Sie sind ein Jahr gültig und müssen in einem Betrag dem Wallet gutgeschrieben werden — ein Restbetrag bleibt also nicht liegen, sondern muss komplett eingelöst werden. Bei einem Gutschein von CHF 200 heisst das: die ganze Summe landet auf dem Spielerkonto, aufgeteilt geht nicht.

Das ist die eine Stelle, an der die Schweiz dem paysafecard-Modell nahe kommt, und es ist die Stelle, an der sie es eben nicht kopiert. Kein fremder Herausgeber, keine Monatsgebühr nach 30 Tagen, kein Rücktausch gegen 5 %. Der Preis dafür: Die Tickets gelten nur für die Westschweiz und nur bei der Loterie Romande, und man kauft sie nicht am Kiosk, sondern bezieht sie über das eigene Vertriebsnetz.

Das Detail mit der einjährigen Gültigkeit klingt grosszügig, ist aber aus Sicht des Anbieters kein Zufall: Verfällt ein Ticket, das der Kunde bezahlt hat, ohne je eingesetzt zu werden, ist das für den Anbieter ein kostenloses Geschäft. In diesem Punkt unterscheiden sich Schweizer Tickets und paysafecard-Gutscheine weniger, als die Anbieter behaupten.

À propos: Wer die Gültigkeit eines Tickets nicht beachtet, hat keine Chance auf Kulanz. Die Regelung ist eindeutig.

Die Schweizer Limiten beim Aufladen und Abheben

Bargeld einziehen kann man in der Schweiz nur bis zu einer Grenze. Und diese Grenze ist nicht die einzige. Bei Swisslos lässt sich Spielguthaben auf dem Wallet per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Es gibt kein «einmal vergessen, dann wieder aufstocken» in unbegrenzter Höhe.

Bei der Loterie Romande darf man höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage auf das Spielerkonto einzahlen, und das Wallet darf höchstens CHF 10’000 halten.

Der Unterschied zwischen beiden ist klein, aber er zeigt, wie die Systeme denken: Es geht nicht darum, das Spielen zu verhindern, sondern darum, dass Geld, das nicht eingezahlt ist, auch nicht verspielt werden kann. Wer mit CHF 100 pro Monat spielt, merkt von diesen Limiten nie etwas.

Und dann sind da die Einsätze selbst: Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer eine Systemwette mit hohem Einsatz plant, sollte die Zahlen also vorher prüfen, nicht danach.

CHF 1’000 Höchsteinsatz klingt wenig für einen, der sich an ein Konto mit grossen Summen gewöhnt hat. Es sind zwei Dinge zugleich: eine Grenze für den Einzelnen und ein Wertpapier für die Veranstalterin, die damit ihr Angebot nicht gegen sich selbst laufen lässt. Wer eine einzelne Wette mit CHF 5’000 platzieren will, findet in der Schweiz keine bewilligte Adresse dafür. Genau hier beginnt die Nische, in der ausländische Anbieter ihr Angebot platzieren — und genau hier beginnt das Risiko, das sie nicht mitliefern: auf der anderen Seite steht keine Gespa.

Der Vergleich: Welche Bewilligung hinter welchem Anbieter steht

Anbieter Bewilligungsstatus Veranstalterin oder angegebene Bewilligung Zahlweg paysafecard
Swisslos Sporttip Schweizer Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel kein Prepaid-Code von aussen, eigene Online-Zahlung
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa) Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne eigene Prepaid-Tickets Pre-pay Loro.ch, kein fremder Code
Ausländische Anbieter im Gespa-Sperrbereich ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung, je nach Land; im Schweizer Recht ohne Wirkung paysafecard und weitere Zahlungsdienste

Diese Tabelle hat eine schmale Mitte und breite Ränder. In der Mitte stehen zwei Namen, links und rechts davon alles, was mit einem paysafecard-Gutschein wirbt. Zwischen den beiden Gruppen liegt nicht eine Abstufung, sondern eine Grenze.

Die Bewilligung wirkt ausserdem nicht schweizweit. Swisslos wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt — gemeinsam das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Onlinekonto gibt es nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im jeweiligen Gebiet.

Wer also im Kanton Bern wohnt und ein Jouez-Sport-Konto eröffnen will, kann das nicht. Wer in Genf wohnt und Sporttip spielen will, ebenfalls nicht. Die Grenze innerhalb der Schweiz verläuft entlang der Sprachregionen — und der Weg zu paysafecard führt für beide an denselben Ort: ins Ausland.

Was die Auszahlungsquote über den Anbieter sagt

Ein Vergleich, der nur Bonus und Zahlwege listet, vergisst den wichtigsten Wert: die Auszahlungsquote, auch Quotenschlüssel genannt. Sie ist der Anteil aller Einsätze einer Wette, den der Anbieter an die Wettenden zurückgibt. Aus den Quoten aller möglichen Ausgänge eines Marktes ergibt sie sich als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der Quoten. Bei einem Markt mit den Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 für die drei Ausgänge liegt die Summe der Kehrwerte bei rund 1.0478, die Auszahlungsquote also bei ungefähr 95,4 %. Die Marge ist die Differenz zu 100 %, hier rund 4,6 %.

Für den Wettenden bedeutet das: Bei einem Markt mit einer Auszahlungsquote von 95 % kostet jeder Einsatz von 100 Franken im Durchschnitt 5 Franken, unabhängig davon, ob die Wette gewinnt oder verliert. Das ist keine Gebühr, die auf einem Kontoauszug auftaucht, sondern eine, die schon in der Quote steckt. Zwei Anbieter mit derselben Quote können daher sehr unterschiedliche Kosten haben, wenn der eine eine höhere Marge einbaut.

Wer die Marge eines einzelnen Marktes prüfen will, braucht nur die Quoten aller Ausgänge zu addieren: Bei einem 1X2-Markt mit 2.10, 3.40 und 3.60 für Sieg, Remis und Niederlage ist die Sache in einer Minute gerechnet. Wer das nicht rechnen will, kann sich an die Faustregel halten: Je länger die Quoten im Verhältnis zur Wahrscheinlichkeit erscheinen, desto mehr Marge steckt darin.

Worum es bei den beiden Schweizer Veranstalterinnen wirklich geht

Der Schweizer Sportwettenmarkt ist kein Markt mit vielen Bewilligungen und ein paar schwarzen Schafen. Es ist ein Markt mit zwei Bewilligungen und einem Rest, der ohne Bewilligung arbeitet. Das ist keine Übertreibung, sondern das Ergebnis der kantonalen Begrenzung auf zwei Veranstalterinnen von Lotterien und Sportwetten.

Sporttip gehört zu Swisslos, einer Genossenschaft mit Sitz in Basel, die ihre Lotterien und Sportwetten auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 stützt. Die Erträge gehen an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen — die Wettenden finanzieren also am Ende das, was die Kantone mit dem Geld tun. Ein Spieler, der bei Sporttip CHF 100 einsetzt, bezahlt nicht nur die Marge, sondern trägt über einen Teil davon zur Kantonskasse bei. Das ist keine Kritik, aber es ist der Grund, warum die Schweiz gar kein Interesse an einem grossen privaten Wettmarkt hat.

Die Loterie Romande ist ein vergleichbares Konstrukt für die Westschweiz, mit 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden. Sie ist keine kleine Firma — sie ist ein Vertriebsnetz. Wer in Lausanne an einer Verkaufsstelle vorbeikommt, sieht das.

Was beide gemeinsam haben: Sie sind keine Anbieter, die um Kunden konkurrieren müssen. Konkurrenz gibt es in der Schweiz nicht, weil es keine dritte Bewilligung gibt. Wer in der Schweiz mit Bewilligung wetten will, hat die Wahl zwischen zwei Namen, und das ist die eigentliche Einschränkung.

Diese Marktform erklärt auch, warum es kaum Schweizer Wettboni gibt: Ein Anbieter, der keine Konkurrenz fürchtet, muss nicht mit Bonusgeld um Kunden werben. Und umgekehrt: Wer mit einem grossen Bonus lockt, tut das, weil er um Kunden kämpfen muss, und die Waffe im Kampf sind die Bedingungen, nicht der Betrag.

Was vom Einsatz und vom Gewinn in der Schweiz abgezogen wird

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Auf Bundesebene liegt dieser Freibetrag ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, für 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Erst darüber greift eine Belastung: Der Veranstalter behält 35 % Verrechnungssteuer ein, die der Wettende über die Steuererklärung zurückholt, indem er den Gewinn deklariert.

Für alle, die mit normalen Einsätzen spielen, heisst das: keine Einkommenssteuer auf den Gewinn, keine Verrechnungssteuer. Der Freibetrag liegt weit über allem, was ein Gelegenheitswettender in einem Leben gewinnt.

Auf Kantonsebene unterscheidet sich der Freibetrag — «je nach Kanton», wie die Steuerverwaltungen sagen. Wer sich über einen sehr grossen Gewinn sorgt, fragt besser bei einem Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung nach, statt zu rechnen.

Bei ausländischen Anbietern sieht es anders aus: Gewinne unterliegen dort keiner Verrechnungssteuer, weil der Veranstalter kein Schweizer Grossspiel durchführt. Die kantonale Steuerpraxis von Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen jedoch als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer also bei einem Anbieter ohne Bewilligung gewinnt, führt im schlimmsten Fall im optimalen Fall denselben Gewinn in der Steuererklärung: steuerfrei bei einem bewilligten Anbieter, voll steuerbar bei einem ausländischen — vorausgesetzt, der Wettende deklariert ihn. Das ist kein Detail, das ist der Unterschied zwischen einem Gewinn von CHF 1’000 und einem Gewinn von CHF 1’000 abzüglich Steuerschuld.

Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Wer eine solche in den Bedingungen findet, findet sie bei einem Anbieter mit ausländischer Rechtsgrundlage, der seine eigene Abgabe einbaut.

Was es kostet, wenn keine Schweizer Bewilligung dahintersteht

Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten ist strafbar. Wer als Veranstalter handelt, macht sich nach dem Geldspielgesetz strafbar, und bei gewerbsmässigem Betrieb droht eine höhere Strafe — bis zu mehreren Jahren Freiheitsstrafe. Der Spieler selbst wird nicht bestraft, und das ist der Punkt, an dem viele die Sache falsch verstehen: Nur weil Sie nicht bestraft werden, heisst das nicht, dass Sie auf der sicheren Seite sind.

Eine ausländische Bewilligung — ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Wirkung. Eine Bewilligung «gilt nur in der Schweiz», und das heisst auch: Sie gilt hier nicht, wenn sie im Ausland erteilt wurde.

Was konkret fehlt, ist die Gespa: Die Aufsichtsbehörde führt ein Sperrregister und eine Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Auf der Liste stehen ausländische Wettseiten, deren Domains schweizerische Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren — die erste Liste erschien am 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Das ist eine ganze Menge, und es ist zugleich ein Beleg dafür, wie effizient die Blockade ist: Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, ein Phänomen, das als Domain-Hopping bekannt ist. Eine Blockade ersetzt also keine Aufsicht — sie verlagert nur die Adresse.

Ohne Schweizer Bewilligung gibt es keine Teilnahme am schweizweiten Sperrregister. Das bedeutet: Wenn Sie sich selbst für das Spiel sperren lassen, gilt das bei einem ausländischen Anbieter nicht. Wenn Sie Ihr Spielverhalten einschränken wollen und auf dem falschen Konto weiter spielen können, hilft Ihnen das Register nicht.

Und dann ist da der Weg zum Recht. Bei einem bewilligten Schweizer Anbieter gibt es Ansprechstellen, es gibt eine Aufsichtsbehörde, es gibt ein Verfahren. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung gibt es einen Kundendienst, der in einem anderen Land sitzt und nach anderem Recht arbeitet. Ob eine Beschwerde Erfolg hat, hängt nicht davon ab, ob Sie im Recht sind, sondern davon, an wen Sie sich wenden können.

Das ist die eigentliche Rechnung. Der paysafecard-Code ist bei einem ausländischen Anbieter sofort einsatzbereit, und der Preis dafür ist, dass im Streitfall kein Schweizer Schutz greift.

Was das für den Schutz der Spielenden konkret bedeutet

Wer in der Schweiz mit einer Bewilligung wettet, fällt unter ein Regelwerk, das nicht der Anbieter geschrieben hat. Das betrifft nicht nur die Auszahlung, sondern den ganzen Umgang mit dem Konto.

Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren, und Minderjährige sind von der Online-Teilnahme ausgeschlossen. Ein Konto pro Spielerin oder Spieler mit verifizierter Identität ist die Regel, nicht die Ausnahme: Bei Swisslos braucht es zur Online-Registrierung mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Bei der Loterie Romande wird zusätzlich eine Ausweiskopie in Vorder- und Rückseite verlangt, in besonderen Fällen ein Wohnsitznachweis, der nicht älter als vier Monate ist, und pro Person ist nur ein Konto erlaubt.

Anonymität ist also nicht vorgesehen. Wer ein Konto mit bewilligten Anbietern will, gibt seinen Namen, sein Geburtsdatum und seine Adresse an. Das ist der Gegensatz zu dem Versprechen, mit dem ein Prepaid-Code wirbt.

Ein zweiter Punkt betrifft die Frage, was überhaupt gewettet werden darf. In der Schweiz ist die Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten abgeschlossen: Es gibt eine Liste der Gespa mit Stand vom 10. September 2026, Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, nie Wetten auf Trainingsläufe. Die Liste enthält keine Ecken- und Kartenmärkte und keinen Esport-Bereich. Veranstaltungen, bei denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Für einen Wettenden heisst das: Es fehlen Märkte, die bei ausländischen Anbietern selbstverständlich sind. Wer auf Ecken oder Karten wetten will, wird in der Schweiz nicht fündig — und wer auf Esport setzt, findet in der Liste keinen Platz. Das ist der Preis der Regulierung.

Livewetten: erlaubt, aber an Bedingungen geknüpft

Livewetten sind in der Schweiz erlaubt, vor dem Spiel und live, sofern der Veranstalter über eine entsprechend Entscheidung verfügt. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte gibt es nicht. Mit dem Cash-Out verhält es sich anders: Das ist kein reguliertes Institut, sondern eine Funktion des jeweiligen Anbieters, und die Bedingungen sind entsprechend unterschiedlich.

Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wer also eine Wette vorzeitig abschliesst, tauscht einen grösseren möglichen Gewinn gegen Sicherheit — und diese Sicherheit ist nicht gratis.

Ein Teilausstieg ist nicht möglich: Wer eine Kombiwette mit vier Begegnungen vorzeitig beenden will, kann nur alles oder nichts. Das ist eine Einschränkung, die bei ausländischen Anbietern oft nicht gilt, und sie ist der Grund, warum Cash-Out in der Schweiz weniger flexibel ist.

Verlustlimiten und Spielsperre: die Regeln, die vor dem Spiel gelten

Bevor der erste Sporttip-Tipp gesetzt werden kann, muss der Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung der eigenen Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Das ist die wichtigste Regel auf dieser Seite, und zwar wegen der Richtung, in die sie wirkt: Wenn Sie Ihre Limite senken wollen, wirkt das sofort. Wenn Sie sie erhöhen wollen — nach einem Verlusttag, an dem Sie sich von der Limite eingeengt fühlen — dauert es 72 Stunden. Der Gesetzgeber gibt Spielenden also einen kurzen Moment der Vernunft und der Anbieter setzt ihn um. Das ist keine Kundenfreundlichkeit, das ist Selbstkontrolle per System: Die 72 Stunden sind genau die Zeit, in der die meisten Impulsentscheidungen zusammenbrechen.

Zusätzlich zur Verlustlimite ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Wer also die Menge Geld begrenzen will, die überhaupt auf das Konto kommt, kann das tun. Die Limiten sind immer vom Spielenden selbst zu setzen, nicht vom Staat: Es gibt in der Schweiz keine staatlich festgelegte Einzahlungsobergrenze. Der Anbieter muss allerdings einen oder mehrere Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangen. Ohne eine gesetzte Limite geht es nicht, aber die Höhe bestimmt der Spieler selbst.

Die Spielsperre funktioniert nach anderem Muster. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.

Was das für den Alltag heisst: Wer sich sperrt, sperrt sich wirklich. Es gibt keinen Weg, die Sperre am Wochenende schnell zurückzunehmen, und das ist der Sinn. Bei einem ausländischen Anbieter gilt nichts davon: Dort gibt es kein gemeinsames Register, und die Sperre, die Sie bei einem Schweizer Anbieter gesetzt haben, existiert für den ausländischen Anbieter nicht. Wer mit paysafecard bei einem Anbieter ohne Bewilligung einzahlt, verliert also nicht nur den Rechtsschutz, sondern auch die Wirksamkeit seiner eigenen Sperre.

Eine zweite Regel betrifft die Person: Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Wer gesperrt ist und trotzdem gewinnt, hat kein Recht auf das Geld.

Bei den Verkaufsstellen ist die Kontrolle übrigens nicht lückenlos. Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt: Bei 200 Fällen an Verkaufsstellen wurde einer minderjährigen Person in 47,5 % der Fälle eine Sportwette verkauft. Wer sich auf die Kontrolle am Schalter verlässt, verlässt sich auf eine Kontrolle, die in fast der Hälfte der geprüften Fälle nicht funktioniert hat.

Die Veranstalterinnen und die ausländischen Vergleichsgrössen

Die Reihenfolge ist nicht zufällig: Erst kommen die beiden Anbieter, deren Bewilligungen sich überprüfen lassen, dann die ausländischen, deren Zahlwege ein paysafecard-Gutschein bedient. Wer eine paysafecard einzahlen will, wird bei den ersten beiden nicht fündig — das ist der Hauptpunkt, und er gehört an den Anfang.

Swisslos Sporttip: das Vertragsgebiet als Grenze

Sporttip ist das Sportwettenprodukt der SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Die Bewilligung ist eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa — eine von zwei Bewilligungen, welche die interkantonale Regelung für Sportwetten zulässt. Die Grundlage ist die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019.

Ein Onlinekonto gibt es nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet: in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Als Zahlungsart für das Aufladen des Spielkontos nennt Swisslos PostFinance Pay, wobei die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird.

Für die Zahlung mit paysafecard gibt es hier keinen Platz: Wer Sporttip spielen will, zahlt mit PostFinance Pay oder Einzahlungsschein. Wer unbedingt mit einem Prepaid-Code einzahlen will, kann das bei Swisslos nicht — und wer auf sein Konto wartet, findet den Einzahlungsschein ohnehin mühsamer als einen Code. Wer sein Spielguthaben auszahlen will, kann zweimal pro Jahr gratis auf ein eigenes Konto überweisen, danach kann eine Kommission von 3 % anfallen.

Die Limiten sind der eigentliche Flaschenhals: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 bei Einzel- und Kombinationswetten, CHF 10’000 bei Systemwetten. Wer mit CHF 500 auf fünf Begegnungen kombinieren will, stösst an die Grenze. Und wer eine einzelne Wette mit hohem Einsatz planen will, wird sie hier nicht los. Verlustlimiten von 1, 7 und 30 Tagen sind Pflicht, die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000.

Dazu kommen zwei Fristen, die man kennen sollte: Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Und eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Beide Fristen sind kurz, und beide verfallen still.

Für wen passt das? Für jemanden, der in Bern, Zürich oder Lugano wohnt, regelmässig mit kleinen Einsätzen auf Fussball oder Eishockey wettet und Wert auf eine bewilligte Adresse mit klaren Auszahlungsregeln legt. Was nicht passt: der Wunsch nach anonymem Einzahlen mit einem Gutschein — und der Wunsch nach einem Bonus, der den Namen verdient.

Loterie Romande Jouez Sport: das Westschweizer Gegenstück

Jouez Sport ist das Sportwettenprodukt der Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, mit Sitz in Lausanne. Die Bewilligung ist ebenfalls eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa. Das Vertragsgebiet umfasst die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; das Netz umfasst 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende.

Der eigene Zahlweg ist das Prepaid-Ticket «Pre-pay Loro.ch» zu CHF 20, CHF 50, CHF 100 und CHF 200 — ein Jahr gültig, in einem Betrag auf das Wallet zu laden. Wer aus einer Prepaid-Logik kommt, findet hier am ehesten, was er sucht: ein Guthaben, das man anonym erwirbt und dann einsetzt. Nur ist es kein paysafecard-Code, und es gilt nur hier.

Die Einzahlungsgrenzen liegen bei höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage auf das Spielerkonto und einem Wallet-Höchststand von CHF 10’000. Gewinne bis CHF 1’000 netto gehen direkt ins Wallet, darüber hinaus auf das Konto der angegebenen IBAN. Gratisspielguthaben ist nicht auszahlbar.

Auch hier gibt es keine grossen Boni: Die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» mit CHF 10 Spielguthaben pro eingelöstem Code an sieben Aktionstagen ist das Muster, nicht die Ausnahme. Wer ein Wettschein mit einem Gewinn oder einer Einsatz-Rückerstattung bis CHF 200 hat, kann ihn in jeder Jouez-Sport-Verkaufsstelle einlösen; bei genügend Bargeld darf eine Verkaufsstelle bis höchstens CHF 2’000 auszahlen. Das ist eine Alltagsnützlichkeit, die ein ausländisches Konto nicht bietet: Für kleine Beträge muss man nicht auf eine Überweisung warten, sondern geht an den Schalter.

Für wen passt das? Für jemanden in der Westschweiz, der Beträge bar oder mit einem Prepaid-Ticket bewegt und die Verkaufsstelle in der Nähe hat. Was nicht passt: der Wohnsitz ausserhalb der sechs Kantone — wer in Zürich wohnt, bekommt kein Konto, und die eigene Prepaid-Lösung hilft ihm nicht.

Ausländische Anbieter mit paysafecard: der Zahlweg, der den Weg erkauft

An dieser Stelle steht die Gruppe, die den eigentlichen Suchbegriff bedient: Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, die paysafecard als Einzahlungsmethode akzeptieren. Sie haben eine ausländische Bewilligung, die in der Schweiz keine Wirkung entfaltet, und sie stehen im Wettbewerb um Kunden, den es im bewilligten Schweizer Markt nicht gibt. Deshalb arbeiten sie mit Einzahlungsboni, Gratiswetten und Umsatzanforderungen — dem Instrumentarium, mit dem ein Anbieter ohne Bewilligung Kunden gewinnt.

Was diese Gruppe von den beiden Schweizer Veranstalterinnen unterscheidet, ist nicht die Höhe der Quoten, sondern das Vorhandensein einer Aufsicht. Wer bei einem ausländischen Anbieter einzahlt, schliesst einen Vertrag nach ausländischem Recht. Wenn der Anbieter die Auszahlung ablehnt, gibt es keine Gespa, an die man sich wenden kann, und kein Sperrregister, das die eigene Spielsperre kennt. Wer seine paysafecard vor allem deshalb wählt, weil er den eigenen Namen nicht angeben will, muss wissen: Beim Auszahlen braucht er ihn trotzdem.

Eines ist hier zu beachten: Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste der blockierten Domains, und blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt. Der Umweg über eine neue Adresse macht die Sache weder bewilligt noch schützt er den Spielenden — er macht nur die Aufsichtslücke schwerer sichtbar. Wer gewinnt, versteuert den Gewinn in seiner Kantonspraxis je nach Wohnkanton als Einkommen, und bei einem Anbieter ohne Bewilligung gibt es kein Wallet, das den Gewinn automatisch gutschreibt.

Wofür diese Gruppe gut ist: für Wettende, die Märkte suchen, die es in der Schweiz nicht gibt — Ecken, Karten, Esport — und die bereit sind, dafür ohne Schweizer Schutz zu spielen. Was dagegen spricht, ist dokumentiert: kein Schweizer Rechtsschutz, keine Teilnahme am schweizweiten Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, und Gewinne mit möglicher Steuerfolge je nach Kanton.

Wo sich die Prepaid-Idee und der Schweizer Schutz überschneiden

Es gibt einen Punkt, an dem beide Welten zusammenkommen — und der ist kleiner als er klingt. Bei der Loterie Romande kann man mit einem eigenen Prepaid-Ticket einzahlen, ohne ein Bankkonto zu berühren. Das ist die Schweizer Antwort auf die Prepaid-Idee, mit einem wichtigen Unterschied: Der Herausgeber des Tickets ist dieselbe Organisation, die die Wetten veranstaltet, und nicht ein dritter Zahlungsdienstleister. Wer das Ticket kauft, weiss, wem er das Geld gibt.

Bei einem paysafecard-Code weiss er das nicht: Der Code stammt nicht vom Wettanbieter, sondern von einem Zahlungsdienstleister, der seinerseits seit Juli 2014 als paysafecard Wertkarten GmbH firmiert und seit August 2015 zur Paysafe Group gehört. Gegründet wurde das Unternehmen im März 2000 in Wien als paysafecard Wertkarten AG. In der EU wird Paysafecard seit dem 29. Oktober 2019 unter einer irischen E-Geld-Lizenz ausgegeben.

Das heisst: Bei Streitigkeiten mit dem Code ist der Ansprechpartner nicht der Wettanbieter, sondern der Herausgeber — und der sitzt nicht in Bern.

Wer gleichzeitig Prepaid nutzen und Schweizer Schutz haben möchte, hat also nur eine Wahl: das Ticket der Loterie Romande im Westschweizer Vertragsgebiet. Alle anderen Kombinationen verlangen entweder den Verzicht auf den Schutz oder den Verzicht auf den Prepaid-Zahlweg.

Wo Sie selbst nachsehen, bevor Sie einzahlen

Die Regeln, die den Unterschied machen, stehen nicht im Werbebanner, sondern in den Bedingungen. Fünf Stellen lohnen sich vor der ersten Einzahlung.

Prüfen Sie zuerst, ob der Anbieter eine Schweizer Veranstalter- oder Spielbewilligung nennt und wer als Veranstalterin dahintersteht. Zweitens: Lesen Sie die Mindest- und Höchsteinsätze. Ein Anbieter, der einen Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Einzelwette nennt, ist eine andere Adresse als einer ohne genannte Grenze. Drittens: Suchen Sie die Fristen — 26 Wochen für die Geltendmachung eines Gewinns bei Swisslos, 10 Tage für eine Einsprache. Wer diese Fristen nicht kennt, verliert im Streitfall durch Nichtstun.

Viertens, und das ist die beste Einzelprüfung: Rechnen Sie die Auszahlungsquote eines Marktes mit drei Ausgängen nach. Drei Quoten in einen Taschenrechner getippt, ein Kehrwert, eine Addition — die Zahl, die herauskommt, sagt mehr über die Kosten des Anbieters als jede Bonusangabe. Fünftens: Prüfen Sie bei einer Bonusbedingung die Umsatzanforderung, die Mindestquote und die Fristfrist. Fehlt eine dieser drei Angaben, ist der Bonus noch nicht vollständig gelesen.

Wer bei einem ausländischen Anbieter einzahlt, sollte zusätzlich prüfen, welche Sperrmöglichkeiten es dort gibt und ob sie einer Schweizer Spielsperre gleichkommen. Sie kommen ihr in der Regel nicht gleich.

Häufige Fragen zu paysafecard beim Wetten

Kann ich bei Swisslos oder der Loterie Romande mit einem Prepaid-Code einzahlen?

Nein. Swisslos nimmt für das Spielkonto PostFinance Pay oder einen Einzahlungsschein, bei einem Mindestbetrag von CHF 20. Die Loterie Romande arbeitet mit eigenen Prepaid-Tickets «Pre-pay Loro.ch» zu CHF 20, 50, 100 und 200 Franken. Ein fremder Gutschein wie paysafecard ist bei keiner der beiden Veranstalterinnen ein Zahlweg.

Welche Gebühren drohen bei einem Prepaid-Guthaben?

Bei paysafecard fällt 30 Tage nach dem Kauf eine monatliche Gebühr von 4 Euro an, sofern kein PaysafeCard-Konto registriert ist; ab dem 13. Monat ohne Kontobewegung kommen 2 Euro pro Monat für das Konto hinzu. Der Rücktausch von Guthaben kostet 5 % des Auszahlungsbetrags, maximal 5 Euro.

Wohin gehen Gewinne, wenn mit einem Prepaid-Code eingezahlt wurde?

Bei bewilligten Schweizer Anbietern nur auf ein Zahlungskonto, das auf den eigenen Namen lautet — anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Markt nicht. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung gelten seine eigenen Bedingungen. Wer anonym einzahlt, braucht beim Auszahlen trotzdem einen Namen.

Was bedeutet eine fehlende Schweizer Bewilligung für meinen Schutz?

Ohne Bewilligung gibt es keine Gespa-Aufsicht, keine Teilnahme am schweizweiten Sperrregister und keinen Schweizer Weg bei Streit. Ausländische Bewilligungen haben in der Schweiz keine Wirkung. Der Spieler wird nicht bestraft, doch Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Wie wird der Gewinn einer Kombinationswette gerechnet, und wo steckt die Marge?

Die Quoten der einzelnen Begegnungen werden multipliziert. Aus zehn Franken Einsatz und den Quoten 2.00 und 1.80 wird ein Gesamtquote von 3.60 und ein möglicher Rückzahlungsbetrag von 36 Franken. Die Marge steckt in jeder einzelnen dieser Quoten. Bei einem Markt mit drei Ausgängen und den Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95,4 %, die Marge also bei rund 4,6 %.

Wie gehe ich mit Limiten und Spielsperre um, wenn ich mit Prepaid einzahle?

Setzen Sie die Limiten zuerst, nicht danach: Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999, für unter 21-Jährige CHF 1’000. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine freiwillige Spielsperre gilt nur bei bewilligten Anbietern im gemeinsamen Register.

Inhalt erstellt vom Team «einzahlungsbonusch.com»