EuroLeague-Wetten in der Schweiz gibt es nur bei zwei konzessionierten Veranstaltern
Stand: 29. Oktober 2026 — geprüft gegen die Bewilligungen von Swisslos und Loterie Romande, die Geldspielaufsicht Gespa sowie das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51).

Die EuroLeague ist in der Saison 2025/26 auf 20 Mannschaften angewachsen, die Hauptrunde zählt 38 Spiele im Hin- und Rückspiel. Ein Schweizer, der darauf setzen will, trifft auf eine Liga mit einem vollen Terminkalender und auf ein Land mit zwei Veranstaltern. Mehr gibt es nicht. Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport teilen sich das Land entlang der Sprachgrenze, und wer nicht dort wohnt, wo sein Anbieter tätig sein darf, bekommt kein Spielerkonto.
Das ist der eigentliche Kostenpunkt dieser Seite, noch vor jeder Quote. Die Auswahl ist kleiner als alles, was man in einer Suchmaschine an Treffern zur EuroLeague findet, und die Anbieter, die oben stehen, sind nicht die, die es anbieten dürfen. Wer diese zwei Sätze auseinanderhält, hat bereits den grössten Fehler hinter sich, den man beim Basketballwetten von der Schweiz aus machen kann: bei einem ausländischen Anbieter landen, der kein Schweizer Bewilligung hat, kein Schweizer Spielsperrregister kennt und bei dem im Streitfall kein Schweizer Weg offensteht.
Was auf der Habenseite steht, ist handfest. Ein Konto bei Swisslos oder der Loterie Romande verlangt einen Ausweis, prüft Namen und Adresse und zahlt Gewinne nur auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers aus. Wer dort gewinnt und unter dem Steuerfreibetrag bleibt, zahlt auf den Gewinn weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer. Und niemand muss sich die Verlustlimiten vom Staat vorschreiben lassen — man setzt sie sich selbst, bevor die erste Wette überhaupt möglich ist.
Die zehn Vergleichsplätze: Reihenfolge, Kriterien und was die Masseinheiten kosten
| Anbieter | Bewilligung | Organisation oder Bewilligung, wie sie gemeldet ist |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51); Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51); Aufsicht Gespa | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz, 221 Mitarbeitende |
| PowBet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt; eine solche hätte in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS) |
| Cloudbet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt; eine solche hätte in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS) |
| MrXbet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt; eine solche hätte in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS) |
| Rabona | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt; eine solche hätte in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS) |
| Betovo | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt; eine solche hätte in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS) |
| DirectionBet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt; eine solche hätte in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS) |
| 1Bet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt; eine solche hätte in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS) |
| N1 Bet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt; eine solche hätte in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS) |
Die Reihenfolge trägt eine Botschaft, die man leicht überliest. An erster Stelle stehen die beiden Veranstalter, die Sportwetten in der Schweiz überhaupt veranstalten dürfen, danach folgen acht Marken, bei denen der Blick auf die Bewilligungsspalte die ganze Bewertung schon entscheidet. Die Spalte ist keine Fussnote. Sie ist das Kriterium, das die anderen erst benutzbar macht: eine gute Quote auf ein EuroLeague-Spiel ist kein Vorteil, wenn das Geld ohne Schweizer Rechtsweg dort liegt.
Wer die Bewilligung hat, hat nicht automatisch das bessere Produkt. Beide konzessionierten Anbieter bewegen sich innerhalb der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, und diese Liste ist geschlossen. Kein Cornermarkt, kein Kartentipp, keine Esport-Wette auf die EuroLeague — nicht weil es einem Anbieter an Fantasie fehlt, sondern weil die Liste es nicht hergibt. Der Vergleich unten bewertet also nicht die Spielwiese der Anbieter, sondern ihre Grenzen.
Und die zweite Zeile der Tabelle erklärt eine Eigenheit, die auf den ersten Blick kleinlich wirkt und es nicht ist: Bewilligung heisst nicht Bewilligung für die ganze Schweiz. Die Karte ist geteilt, und wo man wohnt, entscheidet über den Zugang.
EuroLeague-Wetten: Format, Feld und Kalender als Wettprogramm
Was die Liga seit der Saison 2025/26 ausmacht
Ab der Saison 2025/26 wurde die EuroLeague von 18 auf 20 Mannschaften erweitert, die Hauptrunde umfasst 38 Spiele im Hin- und Rückspiel. Aus jedem Spiel entstehen Einzelmärkte, aus jedem Spieltag Kombinationsmöglichkeiten über Spiele hinweg. Am Ende der Hauptrunde ziehen die ersten sechs Teams direkt in die Playoffs ein, die Plätze 7 bis 10 spielen in Play-ins die letzten beiden Plätze aus, danach folgen Serien im Modus «Best of five». Das Final Four der Saison 2025/26 fand im Telekom Center Athens statt, die Saison lief vom 30. September 2025 bis zum 24. Mai 2026.
Diese Struktur ist für einen Wettenden keine Randnotiz. Sie bestimmt, wann Preisunterschiede zwischen den Anbietern überhaupt auffallen können. Ein langer Grunddurchgang mit 38 Runden bedeutet viele einzelne Spieltage und ein Wettprogramm, das sich über Monate zieht — aber auch viele Begegnungen mit klarer Favoritenlage, in denen die Quoten nach dem ersten Blick kaum etwas hergeben. Wo ein Spiel eng ist, liegt die Spannung im Markt; wo es einseitig ist, liegt sie in der Frage, ob man überhaupt mitspielen will.
Die Saison 2025/26 endete mit einer Premiere: Olympiacos Piräus gewann den Titel als erster Hauptrunden-Erster überhaupt, zum wertvollsten Spieler des Final Four wurde Evan Fournier gewählt. Man kann daraus keine Regel für die kommende Saison ableiten, und genau das ist der Punkt. Wer eine Serie von 38 Spielen mit Prognosen zupflastert, verwechselt Unterhaltung mit einer Rechnung, die sich nicht aufgeht.
Der historische Rahmen, in dem die Liga steht: Gegründet wurde sie im Jahr 2000 unter dem Dach der ULEB von grossen Klubs wie Real Madrid, dem FC Barcelona und Olympiakos Piräus; die erste Saison 2000/01 wurde mit 24 Teams gespielt. Heute ist die EuroLeague ein Gemeinschaftsunternehmen von Euroleague Basketball und der International Management Group (IMG), die zur Endeavor Group gehört. Ein Produkt dieser Grösse lässt sich vermarkten — und es wird vermarktet.
Der millionste Punkt der EuroLeague-Geschichte fiel am 18. Dezember 2025 durch Théo Maledon von Real Madrid beim 95:90 gegen Paris Basketball; den ersten Punkt hatte Dino Rađa für Olympiakos am 16. Oktober 2000 erzielt. Solche Marken sind der Rohstoff, aus dem Sonderwetten gebaut werden. Wer sie sieht, sollte wissen, dass eine Wette auf einen Meilenstein keine bessere Idee ist als eine auf einen Freiwurf — sie ist nur besser plakatiert.
Was eine Wette auf die EuroLeague nicht ist
Die Zahl der Märkte täuscht über eine einfache Tatsache hinweg: Man wettet nicht auf Basketball im Allgemeinen, sondern auf ein konkretes Ereignis in einem konkreten Wettbewerb, das auf einer Liste steht. Was auf dieser Liste steht, entscheidet der Gesetzgeber mittelbar mit, denn die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten ist geschlossen. Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe gibt es nicht, und eine Esport-Sektion sucht man auf der Liste vergeblich.
Wer von einer grossen ausländischen Seite kommt, wird diese Absätze für Nebensätze halten. In der Schweiz sind sie die Bedingungen, unter denen das Angebot überhaupt existiert. Ein Markt, den es hier nicht gibt, wird auch nicht dadurch besser, dass er anderswo läuft.
Zwischen Absage und Auszahlung entscheidet der Kalender. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette bei Sporttip ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00. Eine verschobene EuroLeague-Partie kostet also kein Geld, aber sie bindet es, bis die Frist abläuft.
In den langen Monaten einer 38-Runden-Hauptrunde ist dieser Mechanismus kein theoretischer Fall. Spielpläne werden verlegt, Hallen werden gebraucht, Teams reisen. Wer Kombinationswetten über mehrere Wochen baut und eine der Voraussagen auf ein verschobenes Spiel setzt, sieht bei Sporttip eine Quote von 1.00 in einer sonst intakten Kombination — die Wette bleibt gültig, aber der geplante Gewinn schrumpft, ohne dass sich die Begründung dafür im Wettprogramm je gezeigt hätte.
Die Schweizer Rechtslage: zwei Bewilligungen und keine dritte
Warum nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten dürfen
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e). Beaufsichtigt wird das von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, auf der Grundlage des Geldspielkonkordats in der Fassung ab 1. Januar 2021. Nicht zuständig ist die ESBK, die allein die Casinos überwacht. Das ist kein Detail für Juristen: Es erklärt, warum sich eine Frage zu Online-Casino-Limiten nicht mit einer Antwort zu Sportwetten-Limiten beantworten lässt. Es sind zwei Bewilligungen, zwei Limitenlogiken, zwei Regelwerke.

Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung je Spiel (Art. 21–25 BGS), und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten bei zwei gedeckelt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); sie ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft. Nettogewinne fliessen nach Art. 125 BGS öffentlichen Zwecken in den Kantonen zu — wer beim Sporttip spielt, füttert also am Ende die Kantonskasse, ob er das nun wollte oder nicht.
Swisslos führt Sporttip im Gebiet von AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch; zusammen ist das das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Ein Onlinekonto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus (Art. 47 Abs. 3 VGS) — und faktisch Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Veranstalters.
Die Bewilligung verfolgt ein Muster, das auf Schritt und Tritt wiederkehrt: Schutz durch Verengung. Weniger Anbieter, weniger Sportarten, weniger Wettarten, dafür ein geregeltes Verfahren. Der Preis dafür steht auf der Rechnung des Wettenden, und er ist höher, als die Werbung vermuten lässt.
Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher gibt es nicht. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste gesperrter ausländischer Domains.
Was wer bewetten darf — und was nicht
Nur Sportveranstaltungen. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in der Fassung vom 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Qualifikationsrunden stehen nur darin, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe stehen nie darin. Die Liste zeigt weder Eckball- noch Kartenmärkte und keine Esport-Sparte. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat; das BGS kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Damit fällt das häufigste Missverständnis ausländischer Anbieterwerbung weg, die Schweiz sei generell ein Livewetten-Verbot. Sie ist es nicht.
Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und deshalb ausschliesslich eine Funktion des jeweiligen Veranstalters. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der angebotene Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
Rechnet man diese Bedingungen zusammen, ergibt sich ein Muster, das sich durch das ganze Schweizer Angebot zieht: Es fehlt nicht an Funktionen, es fehlt an Freiheitsgraden. Ein Teilausstieg, der die halbe Position rettet, existiert nicht. Ein Ausstieg, den man rückgängig machen kann, existiert nicht. Was existiert, ist ein Knopf, der einen Betrag liefert, den der Anbieter jederzeit anpassen darf.
Das Mindesteinsatz-Geschäft und die Grenzen der Kundenprüfung
Vor der ersten Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, unter 18-Jährige sind ausgeschlossen. Dieser Satz klingt nach einer Selbstverständlichkeit, die er nicht ist. Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt und dabei an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Ein Papier in den Bedingungen ist noch keine Kontrolle an der Theke.
Daraus folgt keine Kritik an der Online-Registrierung, die genau deshalb mit Ausweis und Adressprüfung arbeitet. Es folgt etwas anderes für den Wettenden: Wo keine Person vor einem sitzt, entscheidet das System — und das System kontrolliert schärfer als der Mensch am Schalter. Die Verengung des Zugangs ist unangenehm und wirkt.
Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei Sporttip beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Diese Zahlen gehören zusammen mit der Bewilligungsregel gelesen, nicht getrennt. Die Limite sitzt nicht dort, wo man sie als Grossspieler erwarten würde: Sie trifft nicht den einmaligen hohen Einsatz auf ein EuroLeague-Spiel, denn CHF 1’000 pro Einzelwette sind für ein Basketballspiel ausreichend Raum. Sie trifft den, der sein Kapital über viele Spiele streut: Bei 38 Hauptrundenspielen und drei Einzelwetten pro Spieltag stösst eine Jahresstrategie schnell an Grenzen, die mit Prognosefähigkeit nichts zu tun haben.
Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Auch das ist keine Formalie: Es ist die Grenze zwischen einem Markt, auf dem man mit Information handelt, und einem, auf dem man mit Wissen handelt, das man nicht haben darf.
Die reguläre Spielzeit bei Sporttip umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei einer Basketballpartie, die in die Verlängerung geht, entscheidet dieser Satz über Auszahlung oder Rückzahlung — und wer ihn überliest, diskutiert später über eine Wette, die er nicht so platziert hat, wie er glaubte.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Der Kombiboost bei Sporttip läuft dagegen nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Quotenboosts wiederum gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine einzige Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Lesen Sie diese drei Absätze noch einmal, und zwar aus der Perspektive des Anbieters. Jeder Boost hat eine Bedingung, die ihn im Schnitt kleiner macht als die Zahl im Namen. «Bis zu 100 %» heisst: bei fünfzehn Voraussagen, jede mindestens 1.50, jede richtig, im Nettogewinn verrechnet. Oder anders gesagt: eine Zahl, die als Geschenk auftritt und als Bauplan arbeitet.
Spielerschutz: die Limiten, die Sie selbst bezahlen
Verlustlimiten, Erhöhungsfristen und der Steuerfreibetrag
Vor der ersten Teilnahme beim Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite beträgt CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Die Mechanik ist eigentlich elegant. Das eine, was ein Mensch in einer schlechten Phase am dringendsten will, ist die Erhöhung — und genau die ist die einzige Bewegung, die bremst. Die Limite selbst ist der Nebenpunkt: Bei CHF 9’999 pro 30 Tage reden wir nicht von einem Kontrollinstrument für vernünftige Haushalte, sondern von einer Grenze, die nur denjenigen bindet, der sie bereits überschritten hätte.
Der gesetzliche Rahmen dahinter ist kantonal und nicht vom Staat gesetzt: Die Veranstalter müssen einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS). Die Herabsetzung wirkt sofort, die Erhöhung nach Gesetz nach 24 Stunden — Swisslos und Loterie Romande setzen in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Eine gesetzliche feste Einzahlungsobergrenze existiert in der Schweiz nicht. Wer nach einem automatischen Deckel sucht, findet keinen.
Die Steuerseite arbeitet nach demselben Muster: Die Schwelle liegt hoch, und darüber wird es bürokratisch. Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag je Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400; der kantonale Freibetrag weicht davon ab und ist je nach Kanton anders. Über der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Deklaration in der Steuererklärung zurückholt. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht.
Für den typischen Wettenden heisst das: kein Steuerabzug, keine Erklärung, ein Gewinn, der einfach auf dem Konto liegt. Für jemanden, der auf die Steuerseite schaut, um Vorteile zu vergleichen, ist die Nachricht düsterer. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer die Schweiz vor dem Buchmacher verlässt, verkauft also ein Stück Sicherheit und bekommt dafür eine Steuerfrage, die er selbst zu lösen hat. Das ist allgemeine Information und keine Beratung; dafür fragt man eine Steuerberaterin oder die kantonale Steuerverwaltung.
Und die Auszahlung selbst folgt einer harten Regel: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht, und Kredite an Spielende sind nach Art. 75 Abs. 1 BGS ausgeschlossen. Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, steht in seinen eigenen Bedingungen. Umgekehrt gilt: Die Schweiz kennt kein Instrument, mit dem Banken oder Kartengesellschaften Zahlungen an unerlaubte Wettseiten sperren — wer dort einzahlt, wird nicht von dritter Seite geschützt.
Spielsperre, Sperrregister und der Weg zurück
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Rechtsgrundlage ist Art. 80–82 BGS: die Sperre überschuldeter oder suchtkranker Personen und die Selbstsperre, festgehalten in einem gemeinsamen Register gesperrter Personen. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Der Mechanismus, der hier wirkt, ist so unbequem wie wirksam: Er wird von der Person selbst ausgelöst und kann von ihr nicht mehr zurückgenommen werden. Drei Monate sind lang. Genau darum funktioniert die Sperre. Wer sich in einem Moment der Klarheit sperrt, will sie in einem Moment der Unklarheit aufheben — und bekommt eine Frist statt eines Knopfes.
Wichtiger noch ist der Radius. Eine unbefristete Sperre endet nicht beim Sporttip, sondern gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein. Sie schliesst also genau die Tür, die ein Mensch in einer angespannten Nacht als Nächstes probieren würde. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung existiert dieser Radius nicht, und das ist keine Kleinigkeit, sondern der handfesteste Nachteil, den man an der Liste oben ablesen kann.
Wer wissen will, wo man in einer schwierigen Lage Hilfe bekommt, findet die Anlaufstellen über die Veranstalter, über die Gespa und über die kantonalen Fachstellen. Bei Swisslos und der Loterie Romande ist das ein Teil des bewilligten Betriebs, nicht ein nachträglicher Link in der Fusszeile.
Gewinne, Quoten und was mit dem Freibetrag nicht gesagt ist
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese zweite Rundung ist die, die man nicht in der Werbung findet. Sie kostet pro Wette einen Betrag, den niemand spürt, und über eine Saison mit mehreren hundert Wetten einen Betrag, den jeder spürt, der nachzählt.
Der Steuerfreibetrag schützt davor, diese Rechnung mit dem Finanzamt zu verwechseln. Er befreit, er ersetzt keine Auszahlung. Wer unter der Schwelle bleibt, hat auf den Gewinn weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer zu zahlen — das ist ein echter Vorteil des bewilligten Weges, und man sollte ihn auch als solchen benennen, statt ihn zu verschweigen, weil das Angebot klein ist.
Nur sollte man ihn einordnen. Der Freibetrag wird nicht pro Saison, sondern je Einzelgewinn gerechnet, und der Bundeswert liegt im siebenstelligen Bereich. Wer diesen Betrag erreicht, gewinnt nicht dank einer besseren Quote auf ein EuroLeague-Spiel. Wer ihn erreicht, hat ein anderes Problem und sollte es mit einer Steuerberaterin besprechen. Alles dazwischen liegt im angenehmen Bereich: kein Abzug, kein Papier.
Beim ausländischen Anbieter hört das auf. Die Steuerpraxis hängt am Kanton, und mindestens eine kantonale Praxis behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Betragshöhe. Die Freiheit, über die die Werbung spricht, hat also einen Preis, der erst im März sichtbar wird.
Was die Marge kostet: eine Zweiwegrechnung mit 1.90 und 1.90
Ein völlig ausgeglichenes EuroLeague-Spiel mit zwei Quoten von 1.90 und 1.90 — ein Rechenbeispiel, keine gestellte Quote — ergibt einen Quotenschlüssel von 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also rund 95 %. Die Marge des Veranstalters, jener Teil jedes Einsatzes, der nicht wieder im Markt landet, liegt damit bei etwa 5 %. Das ist die Auszahlungsquote dieses einen, idealisierten Zweiwegmarktes. Ob ein konkreter Sporttip-Markt darüber oder darunter liegt, steht nirgends auf der Seite.
Die Rundung von Sporttip wirkt in dieselbe Richtung, und sie ist der Bauteil, den das Rechenbeispiel nicht enthält. Ein Gewinn wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen abgerundet. Bei einer Wette von CHF 10 auf Quote 1.90 ergäbe die reine Multiplikation CHF 19.00, also einen Nettoertrag von CHF 9.00 — ein glatter Betrag, bei dem keine der beiden Rundungsstufen sichtbar wird. Genau deshalb ist der Mechanismus so unauffällig: Er beisst dort, wo die Beträge krumm werden.
Was heisst das für die Auswahl zwischen den Anbietern? Wenig. In einem Markt mit zwei Veranstaltern und jeweils vielen hundert Märkten pro Runde auf dieselbe Liga wird die Rechnung nicht auf der Quotenseite entschieden, sondern auf der Nebenkostenseite: Marge, Rundung, Limiten, Auszahlungsweg, Sperrregister. Das ist die eigentliche Pointe dieser Seite. Der Kampf um die zweite Nachkommastelle der Quote ist ein Kampf, den man gewinnen und trotzdem verlieren kann.
Ein Hinweis, der für die Praxis zählt: Die Quotendifferenz zwischen zwei Anbietern schlägt pro Wette nur bei grossen Einsätzen durch, während die Rundungsregel bei jeder Wette greift, ob gross oder klein. Wer zwei EuroLeague-Wetten pro Woche zu CHF 10 spielt, spricht über fünfzig Rappen Jahresunterschied und über eine falsche Strategie.
Diese beiden Werte sind keine Messung einer bestimmten EuroLeague-Partie. Es sind Rechenbeispiele, und sie sagen genau das, was Rechenbeispiele sagen können: Ein Zweiwegmarkt mit gleichen Quoten zahlt über die Runden weniger zurück als der Einsatz aller Wettenden, und wie viel weniger, hängt an der Zahl, die der Veranstalter in seine zwei Quoten einbaut.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Swisslos Sporttip — günstige Einsätze, harte Zugangsgrenze
Sporttip ist das Produkt der SWISSLOS Interkantonalen Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) veranstaltet. Sporttip wird im Gebiet von AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt — zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Ein Onlinekonto setzt Wohnsitz in diesem Gebiet voraus; für einen Wettenden in Genf oder Lausanne ist Sporttip damit verschlossen, und das ist keine Feinheit, sondern die Grenze des Angebots.
Die Bewilligungsseite ist eindeutig: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS (SR 935.51), unter Aufsicht der Gespa, als einer der zwei Veranstalter, die die interkantonale Ordnung zulässt.
Bei den Produkteigenschaften sammelt Sporttip dort Punkte, wo es um Kosten geht. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1 — für einen Leser, der beim ausländischen Anbieter mit Mindesteinsätzen rechnet, eine gute Nachricht. Nach oben begrenzt der Höchsteinsatz von CHF 1’000 je Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 je Systemwette die Einsätze spürbar, und Swisslos darf diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird gar nicht angenommen. Ein Wettender mit grossen Positionen plant hier also gegen einen beweglichen Deckel.
Cash-Out gibt es ausschliesslich online und nur als vollständiges Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live; ein Teilausstieg ist nicht vorgesehen, ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht zurücknehmen, und der angebotene Betrag liegt unter dem möglichen nicht vorzeitigen Gewinn und kann jederzeit geändert werden. Eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Hinzu kommen die Boosts mit ihren Bedingungen: Kombiboost ab vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 Quote, 5 % bei vier und bis zu 100 % bei fünfzehn richtigen Voraussagen, Quoten- und Profitboosts nur online, je einmal nutzbar, im Einsatz limitiert und bei Cash-Out verfallend.
Wer hier gut aufgehoben ist: der Gelegenheitswettende mit Wohnsitz im Vertragsgebiet, der drei bis zehn EuroLeague-Wetten pro Woche spielt, die Limiten nie berührt und von der Auszahlung auf ein eigenes Konto sowie vom Steuerfreibetrag profitiert. Wer hier an Grenzen stösst: der Pendler zwischen Sprachregionen, der regelmässig abwechselnd in Zürich und Genf ist, und der Vielspieler mit vierstelligen Positionen pro Spieltag.
Die Bemessungsgrenze des Zugangs liegt nicht bei der Quote. Sie liegt bei der Meldeadresse.
Loterie Romande Jouez Sport — dieselben Regeln, die andere Landeshälfte
Die Loterie Romande ist die zweite Veranstalterin, die die interkantonale Ordnung zulässt, und bietet ihr Sportwettenprodukt unter dem Namen Jouez Sport an. Sie ist die Société de la Loterie de la Suisse Romande mit Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Ihre Bewilligung ist dieselbe Art wie bei Swisslos: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS (SR 935.51) unter Aufsicht der Gespa.
Ihr Servicegebiet sind die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Onlinekonto ist nur für Personen mit Wohnsitz in diesem Gebiet zu bekommen. Für einen Wettenden aus Bern oder Zürich ist Jouez Sport damit so unerreichbar wie Sporttip für einen aus Genf. Zwei Bewilligungen, zwei Landeshälften, keine Überlappung — die Karte ist die Bewilligung.
Der Charakter des Angebots unterscheidet sich vom Sporttip weniger, als ein Vergleich der Marken vermuten lässt, und das ist kein Zufall: Dieselbe Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten bindet beide, dieselben 18-Jahres-Grenzen, dieselbe Auszahlung nur auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers (Art. 50 Abs. 2 VGS), dasselbe Fehlen einer Wettsteuer auf den Einsatz. Was hier an zusätzlichem Zugang gewonnen wird, ist das Vertriebsnetz mit 2’350 Verkaufsstellen: Wer seine EuroLeague-Wette lieber am Schalter abgibt, findet in der Westschweiz genau das.
Umgekehrt fehlt der Westschweizer Seite die Option, im Osten zu spielen. Wer die Sprachgrenze regelmässig überquert, hält entweder zwei Konten oder keines. Das ist die praktische Form des Wohnsitzkriteriums, und sie wird selten so klar ausgesprochen: Die Wahl des Veranstalters in der Schweiz beginnt nicht mit der Quote, sondern mit der Adresse.
Ein weiterer Punkt für Kontoinhaber: Eine unbefristete Spielsperre, die über einen der beiden Veranstalter in das schweizweite Register eingetragen wird, gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich bei Jouez Sport sperren lässt, sperrt sich nicht nur dort.
Die Bewertung fällt für den Westschweizer Spieler klar aus, für den Deutschschweizer klar dagegen — und beides hat denselben Grund.
PowBet
PowBet tritt als Marke für Schweizer Spielende auf, hat aber keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hierzulande Sportwetten veranstalten, und eine ausländische Bewilligung — wie immer sie gemeldet wird — hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Im Fall von PowBet ist die Bewilligung, wie sie gemeldet wird, nicht belegt, und das ist bei einem Anbieter, der Schweizer Kundschaft anspricht, kein Formfehler, sondern eine offene Frage ohne Antwort.
An ein Schweizer Sperrregister ist die Marke nicht angeschlossen, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht. Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Bestraft wird laut Bundesamt für Justiz der Veranstalter, nicht der Spielende — aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und Schutz- oder Fair-Play-Kontrollen existieren nicht. Domains solcher Anbieter können überdies auf die Gespa-Sperrliste kommen und von Schweizer Telekommunikationsanbietern per DNS gesperrt werden (Art. 86–93 BGS); die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains, und gesperrte Adressen werden innert Stunden ersetzt.
Die Bewertung dieser Marke entscheidet sich damit vor jedem Sportprodukt: Ohne Bewilligung ist unklar, wer den Betrieb verantwortet und welche Regeln im Streitfall gelten, und die Einziehung von Gewinnen in einem Verfahren gegen den Anbieter trifft den Spielenden härter als jede Gebühr.
Cloudbet
Cloudbet gehört in dieselbe Kategorie: keine Schweizer Bewilligung, obwohl die Marke bei Schweizer Spielenden präsent ist. Die Schweiz lässt Sportwetten nur durch Swisslos und die Loterie Romande zu, eine ausländische Bewilligung hat hier keine Geltung (Art. 4 BGS), und eine gemeldete Bewilligung ist bei Cloudbet nicht belegt.
Daraus folgt der ganze Rest, und er ist unbequem. Kein Anschluss an das schweizerische Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg bei Streit über eine Wette oder eine Auszahlung, und die Möglichkeit, dass Domains auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden — mit dem bekannten Muster des Domain-Hoppings, bei dem gesperrte Adressen innert Stunden unter neuer Domain auftauchen. Eine Marke, die regelmässig ihre Adresse wechselt, wechselt nicht aus Fürsorge für ihre Kundschaft.
Wer sein Spielerkonto bei einem Anbieter ohne Bewilligung führt, trägt das Risiko nicht in der Quote, sondern in der Durchsetzbarkeit. Das ist der Punkt, der bei einer Marke ohne geregelten Schweizer Status jede Produktbewertung überschattet.
MrXbet
MrXbet erscheint in derselben Rubrik. Eine Schweizer Bewilligung liegt nicht vor: Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz veranstalten, und eine ausländische Bewilligung hat hier keine Kraft (Art. 4 BGS). Bei MrXbet ist eine gemeldete Bewilligung nicht belegt.
Praktisch heisst das: kein Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Beschwerdeweg. Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden; der Spielende wird nach Auffassung des Bundesamts für Justiz nicht bestraft, trägt aber das Vermögensrisiko. Und die Domain kann auf die Sperrliste kommen.
Der Unterscheid, der hier zählt, liegt nicht im Wettprogramm, sondern im Verantwortlichen. Wer im Streitfall niemanden benennen kann, der in der Schweiz Rechenschaft schuldet, hat die Bewertung dieser Marke bereits abgeschlossen.
Rabona
Rabona ohne Schweizer Bewilligung, wie die anderen Marken dieser Gruppe. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS), und wie sie gemeldet wird, ist bei Rabona nicht belegt.
An ein schweizerisches Sperrregister ist die Marke nicht angeschlossen; ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht; Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und von Telekommunikationsanbietern per DNS gesperrt werden. Das Organisieren ohne Bewilligung ist strafbar (Art. 130 BGS), und ein Verfahren gegen den Anbieter kann Einsätze und Gewinne erfassen.
Die Bewertung dieser Marke ist kurz, und sie betrifft nicht die Spielvielfalt, sondern die Frage, ob im Konfliktfall jemand greifbar ist. Hier ist niemand greifbar.
Betovo
Betovo steht in derselben Reihe: keine Schweizer Bewilligung, keine Geltung einer ausländischen Bewilligung in der Schweiz (Art. 4 BGS), eine gemeldete Bewilligung nicht belegt.
Der Anschluss an das schweizerische Sperrregister fehlt, der Schweizer Rechtsweg ebenfalls, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gelangen und per DNS gesperrt werden. Die Veranstaltung ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar, der Spielende nicht, sein Geld aber möglicherweise einziehbar.
Wer sich für eine solche Marke entscheidet, entscheidet sich gegen den einzigen Teil des Schweizer Systems, der ihm im schlechten Fall nützt. Das ist die Bewertung, und sie braucht keinen zweiten Satz.
DirectionBet
DirectionBet gehört zu den Marken ohne Schweizer Bewilligung. Nur die zwei bewilligten Veranstalter dürfen hier Sportwetten anbieten, eine ausländische Bewilligung bleibt ohne Wirkung (Art. 4 BGS), und eine solche ist bei DirectionBet nicht belegt.
Ohne Bewilligung fehlt der Anschluss an das schweizerische Sperrregister, es fehlt die Aufsicht, es fehlt der Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann über die Sperrliste blockiert werden. Eine Strafbarkeit des Veranstalters nach Art. 130 BGS ändert daran für den Spielenden wenig: Sie schützt ihn nicht vor dem Einziehungsrisiko, das in Verfahren gegen den Anbieter entstehen kann.
Die Bewertung dieser Marke betrifft nicht ihre Wettmärkte, sondern das Fehlen jeder Instanz, die in der Schweiz für sie einsteht.
1Bet
1Bet: keine Schweizer Bewilligung, keine Geltung einer ausländischen Bewilligung in der Schweiz (Art. 4 BGS), gemeldete Bewilligung nicht belegt. Nur Swisslos und die Loterie Romande sind hier zur Veranstaltung von Sportwetten befugt.
Der Betrieb läuft damit ausserhalb des schweizerischen Aufsichtssystems: kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, die Möglichkeit einer DNS-Sperre über die Gespa-Liste. Die Veranstaltung ohne Bewilligung ist strafbar.
Die Bewertung: Was auch immer das Sportprodukt dieser Marke leistet, es leistet es ohne die Infrastruktur, die in der Schweiz einen Streit entscheidbar macht.
N1 Bet
N1 Bet beschliesst die Reihe der Marken ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung mag existieren, sie hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS), und wie sie gemeldet wird, ist bei N1 Bet nicht belegt.
Damit trägt die Marke dieselben Folgen wie die übrigen: kein Anschluss an das schweizerische Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, ein möglicher Eintrag ihrer Domains auf die Gespa-Sperrliste, und ein Einziehungsrisiko für Einsätze und Gewinne in einem Verfahren gegen den Anbieter. Das Organisieren ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar (Art. 130 BGS).
Die Bewertung dieser Marke fällt an derselben Stelle aus wie bei den sieben anderen ohne Bewilligung — nicht weil ihre Oberfläche gleich aussieht, sondern weil der Status in der Schweiz der einzig belastbare Anhaltspunkt ist, den ein Wettender hat.
Häufige Fragen zu EuroLeague-Wetten in der Schweiz
Dürfen Schweizer Veranstalter überhaupt Wetten auf die EuroLeague anbieten?
Nur soweit der Wettbewerb auf der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten steht (Fassung 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Diese Liste ist geschlossen: Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe nur, wenn sie ausdrücklich darin stehen. Events, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ganz ausgeschlossen.
Wer darf in der Schweiz Sportwetten veranstalten, und was umfasst die Bewilligung?
Ausschliesslich Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport — die Kantone haben die Zahl bei zwei gedeckelt. Nötig sind eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel (Art. 21–25 BGS), und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Beaufsichtigt wird das von der Gespa, nicht von der ESBK.
Wie viele Teams und Spiele umfasst die EuroLeague-Hauptrunde, und was folgt daraus für die Märkte?
Seit der Saison 2025/26 sind es 20 Mannschaften, die Hauptrunde zählt 38 Spiele im Hin- und Rückspiel. Daraus entstehen viele Einzelmärkte über die Monate — und viele Kombinationsmöglichkeiten. Ein grosses Angebot ist aber keine Aussicht auf Gewinn: Die einzelnen Wetten bleiben Wetten, unabhängig davon, wie viele zur Auswahl stehen.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?
Bei Sporttip gilt Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, danach Aufrundung auf zwei Nachkommastellen und Abrundung auf 5 Rappen. Die Marge ist der Anteil des Einsatzes, der nicht zurückfliesst. Ein Rechenbeispiel mit zwei Quoten von je 1.90 ergibt einen Quotenschlüssel von rund 95 % und damit etwa 5 % Marge.
Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, und wann greift eine Erhöhung?
Bei Sporttip sind vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Wie werden Gewinne besteuert, und was bedeutet der Steuerfreibetrag je nach Kanton?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag je Einzelgewinn steuerfrei; der Bundeswert liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, 2025 waren es CHF 1’070’400, und der kantonale Freibetrag weicht je nach Kanton ab. Darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht.
US-Sport – einzahlungsbonusch.com
Inhalt erstellt vom Team «einzahlungsbonusch.com»
