Online Dota 2 Wetten in der Schweiz 2026: geprüft, verglichen und ohne Empfehlung

Updated Oktober 2026
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Stand: 29. Oktober 2026 — Bewilligungen und Limiten abgeglichen mit den veröffentlichten Bedingungen von Swisslos und der Loterie Romande sowie mit dem Geldspielgesetz und den Verzeichnissen der Gespa.

Ein leerer Bürostuhl steht vor einem Schreibtisch im Halbdunkel, durch das Fenster fällt Licht einer Strassenlaterne
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Dota 2 ist ein Spiel, in dem zwei Teams aus je fünf Spielern gegeneinander antreten, und am Ende hat genau eines gewonnen. Der Buchmacher macht daraus ein Geschäft: Er stellt seine Quote auf den Sieger, auf den exakten Spielstand, auf die Anzahl gespielter Karten, auf den ersten zerstörten Turm, auf die Dauer einer Partie. Wer setzt, gibt einen Betrag ab, der Buchmacher behält davon seinen Anteil — die Marge —, und der Rest geht über alle Gewinner zurück. So viel zur Mechanik.

Interessanter wird die Frage, wo man das in der Schweiz überhaupt tun kann. Die Schweiz lässt Sportwetten nicht von einem Markt betreiben, sondern von zwei Veranstaltern, und beide dürfen nur anbieten, was auf einer geschlossenen Liste steht. Diese Liste enthält keinen E-Sport-Abschnitt. Wer also heute auf ein Dota-2-Match setzen will, landet zwangsläufig bei einer Seite ohne Schweizer Bewilligung — und bezahlt dafür nicht nur die Marge.

Die Kosten einer Zeile im Kleingedruckten

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Das steht in den Spielregeln, Version 4.2, und diese Zahlen sind der unspektakulärste und zugleich aussagekräftigste Teil des ganzen Schweizer Angebots.

Ein Spielcontroller liegt auf einem Teppich neben einer Tasse, im Hintergrund ein Regal mit Büchern
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Denn sie sagen etwas über das Verhältnis zwischen Anbieter und Kunde. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird schlicht nicht angenommen. Die Oberkante liegt dort, wo der Veranstalter sie hinlegt, und sie kann sich an einem Dienstagmittag bewegen, ohne dass jemand erklären müsste, warum.

Wie eine E-Sport-Wette technisch aufgebaut ist

Eine Einzelwette ist der einfache Fall. Man wählt ein Ereignis, einen Ausgang, einen Betrag und wartet auf das Ergebnis. Eine Kombiwette verknüpft mehrere Voraussagen zu einer einzigen Wette, wobei die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einer Gesamtquote multipliziert werden. Das klingt nach mehr Gewinn und ist in Wahrheit mehr Risiko, weil jede einzelne Voraussage zutreffen muss.

Eine alte Holzbrücke führt über einen Bergbach im Morgenlicht, Tannen säumen das Ufer
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Bei Swisslos ergibt sich der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und anschliessend auf fünf Rappen genau abgerundet. Dieses Detail bemerkt praktisch niemand. Über viele Wetten ist es trotzdem Geld, und die Richtung der Rundung gibt die Regel selbst vor.

Bei einer Systemwette wird eine Auswahl von Voraussagen zu mehreren Kombinationen gebündelt, sodass ein einzelner Fehlgriff nicht die gesamte Wette vernichtet. Der Preis dafür ist der Einsatz, der über die Zahl der gebildeten Kombinationen multipliziert wird. Hier liegt die Höchstlimite von CHF 10’000, dreissigmal so hoch wie bei einer Einzelwette, und das ist kein Zufall: Eine Systemwette kann den Einsatz schneller bewegen als jede andere Wette.

Was die reguläre Spielzeit angeht, umfasst sie bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus die Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei einem E-Sport-Match entscheidet dieselbe Frage darüber, ob eine Serie in ihrer Gänze gewertet wird oder nur die erste Karte, und das ist der Unterschied zwischen gewonnen und verloren, wenn ein Team die erste Partie gewinnt und danach das Ganze dreht.

Die Marge: die Zahl, die in jeder Quote steckt

Die Quote auf dem Bildschirm ist keine Wahrscheinlichkeit. Sie ist die Wahrscheinlichkeit minus des Anteils, den sich der Buchmacher nimmt. Der Quotenschlüssel eines Marktes ist der Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten dieses Marktes; die Marge ist 100 Prozent minus dieser Auszahlungsquote.

Für einen illustrativen Zwei-Weg-Markt mit Quoten von 1.90 auf beiden Seiten ergibt das 1/1,90 plus 1/1,90, also 1,0526. Der Kehrwert davon liegt bei 0,95, das entspricht einem Quotenschlüssel von rund 95 Prozent und einer Marge von ungefähr 5 Prozent. Das ist ein Beispiel, kein quotierter Preis, und die Zahl ist als Band zu lesen: Je nach Markt und Veranstalter liegt der Quotenschlüssel eines Marktes grob zwischen 90 und 96 Prozent. Die Bedingung ist immer dieselbe — die Rechnung gilt für genau den Markt, für den die Quoten stehen, und für keinen anderen. Ein 1X2-Markt, ein Total und ein Handicap haben verschiedene Margen, auch beim selben Anbieter, auch am gleichen Abend.

Wer das einmal verstanden hat, liest jede Quotenseite anders. Ein «Boost» ist dann keine Grosszügigkeit, sondern eine Marge, die an einer Stelle kleiner gemacht wurde, um an einer anderen grösser zu sein. Und ein Bonus ist eine Verpflichtung, die über dieselbe Marge abbezahlt wird.

Andere Gewinnbegriffe: Cash-Out und Run-down

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.

Das ist die Beschreibung eines Ausstiegs, der etwas kostet, ohne dass irgendwo ein Preis steht. Wer vorzeitig aussteigt, verkauft seine Position zum Preis des Buchmachers — und dieser Preis fällt in dem Moment, in dem sich das Ereignis gegen ihn entwickelt.

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Satz liest sich wie eine Randnotiz und ist in Wahrheit eine Verhaltensregel: Wer zu spät klickt, bekommt den Einsatz zurück, nicht mehr.

Bei voneinander abhängigen Wettereignissen derselben Sportveranstaltung greift die Bet-Builder-Funktion. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Auch das ist ein Kostenpunkt, der nirgends als Kostenpunkt auftaucht.

Was das Gesetz erlaubt — und was es ausschliesst

Die Bewilligung und wer sie erteilt

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes, BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019. Zuständig für die Aufsicht ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist. Nicht zuständig ist die ESBK, die ausschliesslich Casinos beaufsichtigt.

Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: einer Veranstalterbewilligung und einer Bewilligung pro Spiel. Und sie gilt nur in der Schweiz. Das ist der Satz, an dem sich alles entscheidet. Eine ausländische Lizenz aus Curaçao, Malta oder Deutschland hat hierzulande keine Wirkung — nicht eine eingeschränkte, sondern keine.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher gibt es nicht, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht lediglich die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Zwei Veranstalter, zwei Gebiete, ein Wohnsitzkriterium

Swisslos wird im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich durchgeführt sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet.

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie die Avenue de Provence 14 in Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Wer in Basel wohnt, kommt bei Jouez Sport nicht durch die Registrierung. Wer in Genf wohnt, nicht bei Sporttip. Das ist keine Laune, sondern die kantonale Struktur des Schweizer Geldspiels: Jeder Veranstalter bedient sein Gebiet. Für einen erwachsenen Spielenden ist das zunächst eine Einschränkung, und in zweiter Linie die Erklärung dafür, warum es hierzulande keine echte Wahl gibt, sobald man ein bestimmtes Produkt sucht.

Die geschlossene Liste: was überhaupt Wettgegenstand sein darf

In der Schweiz sind Wetten nur auf Sportereignisse erlaubt. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zugelassen. Die erlaubte Angebotsbreite ist eine geschlossene Liste: das Verzeichnis der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten der Gespa, Version 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS.

Die Liste ist eng geführt. Qualifikationsrunden sind nur zugelassen, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder aufs Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Eckball- und Kartenmärkte fehlen, und ein E-Sport-Abschnitt fehlt ebenfalls. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ohnehin gesperrt.

Livewetten sind erlaubt, vor dem Match und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hält. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht. Cash-Out ist nicht geregelt und bleibt ein Merkmal des jeweiligen Veranstalters. Zur Einordnung virtueller Sportarten lässt sich in diesem Rahmen nichts sagen.

Ein Blick auf die tatsächliche Liste zeigt die Grösse des Ausschlusses. Dota 2 steht nicht darauf, weil es nie darauf geschafft wurde, und das ist keine Lücke, die jemand noch schliessen müsste. Es ist die Antwort.

Was eine fehlende Bewilligung konkret bedeutet

Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung. Daraus folgt eine kurze Liste: keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rekursweg, keine Schweizer Identitäts- und Altersprüfung. Nicht, weil eine Stelle das verboten hätte, sondern weil keine Stelle da ist, die es durchsetzen könnte.

Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft. Das beruhigt, hilft aber nicht, wenn es um sein Geld geht, denn in Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden.

Was in dieser Konstellation wirklich fehlt, ist unspektakulär. Es fehlt die Adresse, an die man sich wendet, wenn eine Auszahlung ausbleibt. Es fehlt die Instanz, die eine Quote prüft. Es fehlt die Registrierung, über die man sich selbst hätte sperren lassen können. Alles drei existiert in der Schweiz, und alle drei gelten für einen Anbieter ohne Bewilligung nicht.

Die Sperrliste: blockierte Domains, in Stunden ersetzt

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Die erste Liste erschien am 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 umfasste sie 671 Domains. Die Gespa benennt das Problem selbst: Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt. Das nennt sie Domain-Hopping.

Die Erreichbarkeit einer Seite sagt also nichts über ihren Status aus. Sie ist das Ergebnis eines Wettlaufs, nicht das Ergebnis einer Prüfung.

Steuern: der Freibetrag und die kantonale Praxis

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen, die ESTV nennt die Sportwette ausdrücklich, sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag beträgt ab dem 1. Januar 2026 CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, weshalb hier nur «je nach Kanton» stehen kann. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt wird.

Ein typischer Wettender gewinnt weit unterhalb dieser Schwelle: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Wer eine solche Zahl einmal gelesen hat, sollte sie nicht weitergeben — sie existiert nicht. Bei ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an. Dafür behandelt die kantonale Steuerpraxis des Thurgaus Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Verbindliche Auskunft gibt die kantonale Steuerverwaltung oder eine Steuerberatung, nicht eine Wettseite.

Werbung, Gratisspielguthaben, Werbeverbot

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder ausgeschlossene Personen richten. Werbung für ein Geldspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Beträge und Bedingungen ergeben sich ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters.

Schutz: was innen greift, was aussen fehlt

Identität, Alter, ein Konto pro Person

Für die Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Das ist mehr Aufwand, als die meisten erwarten, und genau dieser Aufwand macht den Unterschied. Ein Konto pro Person, eine verifizierte Identität, ein Alter, das tatsächlich kontrolliert wird. Auf der anderen Seite steht ein Anbieter, der eine E-Mail-Adresse und eine Karte braucht und die Frage nach dem Alter mit einem Häkchen beantwortet. Wer die Schweizer Kontrollen als streng bezeichnet, sollte allerdings eine Zahl kennen: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Die Regeln sind streng, ihre Durchsetzung an der Verkaufsstelle ist es nicht.

Eine Wette steht Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Auch das ist eine Kontrolle mit einem konkreten Grund: Sie schliesst den aus, der das Ergebnis kennt.

Verlustlimiten, Pausen, Spielsperre

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Der entscheidende Teil dieses Satzes ist die Asymmetrie. Hinunter geht es augenblicklich, hinauf erst nach drei Tagen. Das ist der eingebaute Bremsweg, und er funktioniert nur, weil die Senkung nicht rückgängig zu machen ist, während man gerade verliert.

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Gesetzlich ist die Aufhebung einer freiwilligen Sperre erst nach drei Monaten möglich und setzt eine Fachstelle voraus; eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Kein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist an dieses Register angebunden. Wer sich sperren lässt, sperrt sich für Swisslos, für die Casinos und für Liechtenstein. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung bleibt das Konto offen, weil die Sperre dort nicht existiert.

Einsätze, Spielguthaben, Auszahlungen

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Spielkontos an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.

Bei den Auszahlungen wird es ernst. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden, die Überweisung erfolgt innerhalb von 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innerhalb von 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen.

Die wichtigste Regel steht in den gesetzlichen Grundlagen: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausgezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettangebot nicht, und Kredite an Spielende sind untersagt.

Eine Zahl, die man nicht vergessen sollte: Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innerhalb von 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Sporttip-Wetten lassen sich online über die Website von Swisslos oder die Sporttip App für iOS und Android abgeben. In der App zusammengestellte Wetten können auch per QR-Code an einer Sporttip Verkaufsstelle gespielt werden.

Wohin der Ertrag geht — und wohin nicht

Swisslos hat für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio. verteilt: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr.

Das ist der am wenigsten umstrittene Teil der Schweizer Regelung: Die Erträge gehen an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen. Das ist kein moralisches Argument, das man einem erwachsenen Menschen vorhält. Es ist eine schlichte Tatsache über den Weg des Geldes, und sie gehört in eine ehrliche Rechnung.

E-Sport: was stattfindet und was die Schweizer Liste davon abdeckt

Turnierformate und warum sie für eine Wette zählen

Der E-Sport-Kalender ist von Turnieren geprägt, die über Wochen laufen: eine Gruppenphase, in der sich Teams über mehrere Partien für die Finalrunde qualifizieren, danach eine K.-o.-Phase. Für einen Buchmacher ist dieses Format aus zwei Gründen entscheidend.

Der erste ist die Wertung. Ob eine Wette auf den Sieg einer Begegnung die ganze Serie umfasst oder nur die erste Karte, hängt an der Formulierung des Marktes und an der Regel des Anbieters zur regulären Spielzeit. Wer das vor dem Setzen nicht klärt, hat womöglich auf das falsche Ereignis gewettet — und merkt es erst bei der Auswertung.

Der zweite ist der Ausfall. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn, oder im Rahmen eines Turniers, nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Ein Turnier über mehrere Wochen hat damit mehr Ausfallrisiko als ein einzelner Ligaspieltag. Für Kombiwetten ist das die relevante Frage, denn es geht nicht darum, ob man gewinnt, sondern darum, was aus der Wette wird, wenn das Match nicht stattfindet.

Was die Schweizer Liste führt und was nicht

Das Verzeichnis der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten der Gespa regelt, was unter welchen Bedingungen Gegenstand einer Wette sein darf. Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind. Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder aufs Podest entscheidet. Trainingsläufe nie. Eckball- und Kartenmärkte fehlen. Ein E-Sport-Abschnitt fehlt ebenfalls.

Dota 2 ist dort nicht vorgesehen, und damit ist es in der Schweiz kein zulässiger Wettgegenstand. Swisslos und die Loterie Romande bieten keine Wetten auf Dota 2 an und könnten es auch nicht einfach so tun. Für einen Spielenden heisst das: Die Suche nach einem bewilligten Dota-2-Angebot ist nicht schwierig, sondern gegenstandslos. Es gibt keines.

Was ein bewilligter Anbieter an einem E-Sport-Abend stattdessen bietet

Wer sich an einem grossen Dota-2-Abend zu Sporttip setzt, findet dort kein Dota 2. Er findet die Wettbewerbe der geschlossenen Liste, also das, was Swisslos anbieten darf. Der Kombiboost gilt ausschliesslich online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Genau hier liegt das Kostenproblem, um das diese Seite kreist. Ein Anbieter, der die Marge an einer Stelle senkt, tut das an einer anderen nicht. Der Boost ist eine Bewegung innerhalb derselben Rechnung — und diese Rechnung enthält die Marge.

Wie hier verglichen wird — und warum ein Ranking ohne Bewilligung keine Empfehlung sein kann

Die Bewilligungsfrage entscheidet das Verfahren, nicht das Ranking selbst. Beide Gruppen werden nach denselben Merkmalen betrachtet: Bewilligungsstatus, Veranstalter oder gemeldete Lizenz, Produkt, Einsatzgrenzen, Zahlungswege, Werkzeuge für den Spielerschutz. Was sich unterscheidet, ist die Antwort auf fast jede Zeile.

Bei den beiden Schweizer Veranstaltern steht eine Veranstalterbewilligung mit Spielbewilligung nach dem BGS und die Aufsicht der Gespa. Bei allen anderen steht «ohne Schweizer Bewilligung». Das ist keine Einschätzung und kein Grad von Wahrscheinlichkeit, sondern der Status.

Deshalb kann ein Ranking, das einen Anbieter ohne Bewilligung an die Spitze setzt, keine Empfehlung sein. Was eine solche Liste leisten kann, ist eine Einordnung: Wer welche Kosten trägt, wer welche Prüfung durchläuft, wer im Streitfall wo steht.

Dazu kommt eine Grenze, die für diese Seite zentral ist. Zu den E-Sport-Märkten der einzelnen Anbieter lässt sich hier nichts Belastbares sagen — zu keinem der zehn. Es gibt kein bewilligtes Dota-2-Angebot und keine geprüfte Grundlage für Aussagen über die Märkte der übrigen Anbieter. Wer prüfen will, ob und welche Dota-2-Märkte ein Anbieter führt, findet das im Wettprogramm des jeweiligen Anbieters und nirgends sonst.

Die Bewilligungsübersicht

Anbieter Bewilligungsstatus Veranstalter oder gemeldete Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung für ein Grossspiel, BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung für ein Grossspiel, BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, Produkt Jouez Sport
MrXbet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
Interwetten ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
Betify ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
BetPanda ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
HighFlyBet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
FortuneJack ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
Playzilla ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
X3Bet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz Tobique, Kanada; ohne Wirkung in der Schweiz

Die Tabelle ist auf drei Spalten gebaut, und die erste trägt die Aussage. In der dritten Spalte wiederholt sich achtmal derselbe Befund, und das ist keine Auslassung, sondern das Ergebnis: Ein gemeldeter ausländischer Rechtsrahmen ändert an der Schweizer Rechtslage nichts. Eine ausländische Lizenz hat hierzulande keine Wirkung, ob sie vorgezeigt wird oder nicht. Wer die Liste liest, findet den Unterschied also nicht in der Lizenzzeile, sondern in der Bewilligungszeile — und dort kennen zehn Anbieter genau zwei verschiedene Werte.

Die Anbieter im Vergleich

Swisslos Sporttip: die Bewilligung, das Gebiet, die harten Limiten

Swisslos Sporttip ist einer von zwei Veranstaltern, die in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten dürfen. Die Bewilligung ist eine Veranstalterbewilligung mit Spielbewilligung nach dem BGS, beaufsichtigt von der Gespa. Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, die IKV 2020.

Das Konto gibt es nur für Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet: in den Kantonen Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich, dazu Tessin und Liechtenstein. Wer in der Westschweiz wohnt, bleibt aussen vor.

Die Einsatzkante liegt bei CHF 1 nach unten und CHF 1’000 nach oben, für Systemwetten bei CHF 10’000. Das Spielguthaben lässt sich mit mindestens CHF 20 kaufen, in 30 Tagen mit höchstens CHF 10’000, und nur solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Auszahlungen sind innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis, danach kann eine Kommission von 3 Prozent anfallen; Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Sporttip bietet kein Dota 2 an. Das ist keine Diagnose, die sich durch bessere Zahlen beheben liesse, und für einen Dota-2-Spieler ist der Anbieter damit nicht die zweite Wahl, sondern gar keine. Weniger schmeichelhaft, aber ehrlich: Wer E-Sport sucht, findet hier das Gegenteil eines E-Sport-Buchmachers. Wer hingegen die Prüfung von Identität und Alter, das Sperrregister und ein Konto auf den eigenen Namen für das hält, was sie sind, findet hier den einzigen Rahmen, in dem Sportwetten in der Schweiz stattfinden dürfen — nur eben ohne das gesuchte Spiel.

Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Produkt, ein anderes Gebiet

Die Loterie Romande ist der zweite Veranstalter, der Sportwetten in der Schweiz anbieten darf. Formell firmiert sie als Société de la Loterie de la Suisse Romande, das Produkt heisst Jouez Sport und wird für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis veranstaltet. Als Kontaktadresse nennt sie die Avenue de Provence 14 in Lausanne, sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Die Aufteilung ist geografisch, nicht qualitativ: Der Wohnsitz entscheidet, wo gespielt werden darf, und für einen Dota-2-Fan in der Westschweiz heisst das, dass auch der zweite bewilligte Weg nicht zum gesuchten Ziel führt. Beide Häuser arbeiten mit einem Netz von Verkaufsstellen, und beide führen die Erträge gemeinnützigen Zwecken zu.

Wer in der Westschweiz wohnt und Dota 2 spielen will, hat hier also nichts. Aber genau deshalb lohnt der Vergleich: Der Umstand, dass zwei völlig verschiedene Häuser in einem Bundesstaat exakt dasselbe Produkt in exakt derselben Form anbieten und dabei durch eine Kantonsgrenze getrennt sind, sagt alles über den Charakter dieses Marktes. Es ist kein Wettbewerb um Kunden. Es ist eine Zuteilung.

MrXbet: ohne Schweizer Bewilligung

MrXbet kennt man in dieser Übersicht nicht wegen einer Bewilligung, sondern weil der Name unter den Anbietern auftaucht, die Schweizer Spielende erreichen. Festhalten lässt sich das, was für alle gilt: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg.

Wer dort spielt, trägt die Kosten selbst. Keine Schweizer Identitäts- und Altersprüfung, keine Spielsperre, die greift, kein Schweizer Konto gegen Zugriff. Was bleibt, ist das Wettangebot selbst — und die Frage, ob es einen Preis wert ist, den niemand nachrechnet.

Interwetten: ohne Schweizer Bewilligung

Interwetten ist einer der Namen, die die Gespa im Zusammenhang mit Domain-Hopping selbst nennt. Eine Schweizer Bewilligung hat das Haus nicht. Damit gilt auch hier: kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und Domains, die auf die Sperrliste gesetzt und danach gewechselt werden können.

Ein lange bekannter Name ist hier ein Hinweis auf die Grösse des Problems, nicht auf eine Ausnahme. Vom Bekanntheitsgrad eines Anbieters lässt sich nicht auf seinen Status in der Schweiz schliessen, und wer das tut, verwechselt Marktpräsenz mit Bewilligung.

Betify: ohne Schweizer Bewilligung

Betify ist ein weiterer Name aus der Gruppe der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Bewertung fällt hier so knapp aus wie bei den anderen: Es gibt keinen Schweizer Rechtsrahmen, auf den man sich berufen könnte, und eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung.

Wer einen solchen Anbieter prüft, prüft daher zwei Dinge nacheinander: ob überhaupt eine Genehmigung vorliegt, und ob sie hierzulande etwas bedeutet. Bei Betify lautet die Antwort auf beides nein.

BetPanda: ohne Schweizer Bewilligung

BetPanda steht in dieser Übersicht an derselben Stelle wie die übrigen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Alles Weitere — Kontoführung, Quoten, Auszahlungszeiten — lässt sich ohne belastbare Grundlage nicht beurteilen.

Und genau das ist der Punkt: Was fehlt, ist nicht eine Zahl, sondern die Grundlage, auf der eine Zahl überhaupt überprüfbar wäre. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat keinen Anspruch darauf, dass eine Schweizer Stelle für ihn nachrechnet.

HighFlyBet: ohne Schweizer Bewilligung

HighFlyBet gehört ebenfalls zur Gruppe ohne Schweizer Bewilligung. Die Bewertung ist damit klar: kein Schweizer Rechtsweg, kein Sperrregister, kein Schutz durch die Schweizer Prüfung. Die Domain kann blockiert und gewechselt werden.

Wer dort landet, sollte sich die Frage stellen, die diese Liste aufwirft: Wo genau würde ich mich beschweren, wenn eine Auszahlung ausbleibt? Bei einem bewilligten Veranstalter gibt es eine Adresse für diese Frage. Bei HighFlyBet gibt es sie nicht.

FortuneJack: ohne Schweizer Bewilligung

FortuneJack reiht sich in die Gruppe der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ein. Der Name steht in dieser Übersicht, weil Schweizer Spielende ihn antreffen können, nicht weil er in der Schweiz zugelassen wäre.

Damit ist die Bewertung gesetzt, und sie ist die langweiligste, die diese Liste zu vergeben hat. Wer nach Eigenschaften sucht, die FortuneJack von den anderen abheben, findet keine, die eine Schweizer Bewilligung ersetzt — und eine andere Währung gibt es in dieser Frage nicht.

Playzilla: ohne Schweizer Bewilligung

Playzilla gehört zur selben Gruppe: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domain auf der Sperrliste möglich.

Die Bewertung unterscheidet sich nicht von der der anderen, und das ist keine Bequemlichkeit, sondern die Konsequenz daraus, dass die Bewilligungsfrage jede andere Frage überlagert. Eine Quote, die zwei Prozentpunkte besser aussieht, bleibt eine Quote bei einem Anbieter, bei dem man im Streitfall allein steht.

X3Bet: ohne Schweizer Bewilligung

X3Bet ist der einzige Anbieter in dieser Liste, bei dem überhaupt eine konkrete gemeldete Lizenz genannt wird: Tobique in Kanada. Das ist die eine Zeile, die sich von den anderen unterscheidet, und sie ändert nichts, weil eine kanadische Lizenz in der Schweiz keine Wirkung hat. Damit gilt auch hier: kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domain auf der Sperrliste möglich.

Der Fall ist insofern lehrreich, als er die Beliebigkeit der Lizenzzeile vorführt. Für einen Spielenden in der Schweiz ist nicht entscheidend, ob ein Anbieter irgendwo auf der Welt reguliert ist, sondern ob er hier reguliert ist. Das ist nur bei zwei Anbietern der Fall, und beide bieten kein Dota 2 an.

Die Schweizer Prüfung und das Sperrregister im Alltag

Für die Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet des Veranstalters. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft; eine bestehende Spielsperre schliesst die Registrierung aus, und jede Person darf sich nur einmal registrieren.

Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage ist zusätzlich möglich.

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Gesetzlich ist die Aufhebung einer freiwilligen Sperre erst nach drei Monaten möglich; eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Und hier wird es für die Frage dieser Seite konkret. Die Schweizer Prüfung von Identität und Alter bindet ein Spielerkonto an eine verifizierte Person, und das Sperrregister bindet sie an eine Entscheidung, die auch dann noch gilt, wenn der Spielende sie selbst nicht mehr will. Beides fehlt bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung — nicht als Nebenwirkung, sondern als Folge davon, dass die Regeln dort nicht gelten.

Was ein Bonus wert ist, wenn die Bedingungen mitrechnen

Ein Bonus ohne Bedingungen wäre ein Geschenk. Es gibt keine, und die Schweizer Regeln machen das ausdrücklich: Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Wo eine Zustimmung nötig ist, sind Betrag und Bedingung geregelt, und beides ergibt sich ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters.

Bei Swisslos gibt es zwei Arten von Vergünstigungen, und beide sind an Bedingungen geknüpft. Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Was ein Zuschlag von 20 Prozent auf den Nettogewinn an einem Abend tatsächlich bringt, hängt an einer Zahl, die im Kleingedruckten steht: dem Nettogewinn, auf den er sich bezieht, und der Limite, die ihn begrenzt. Der Zuschlag erhöht die Auszahlung im Gewinnfall. Er hebt die Marge nicht auf, die in jeder einzelnen Voraussage steckt, und er macht eine verlorene Kombination nicht zu einer gewonnenen.

Für wen welcher Weg passt

Auf einer Seite über Dota-2-Wetten in der Schweiz ist die ehrlichste Antwort auf die Frage nach einer Empfehlung keine über einen einzelnen Anbieter, sondern eine Aufteilung nach Lagen.

Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt und Sportwetten als Teil eines geordneten Freizeitverhaltens betreiben will, hat mit Swisslos die einzige Option mit belegter Bewilligung und den dazugehörigen Schutzmechanismen. E-Sport ist dort nicht Teil des Angebots, und daran wird sich in dieser Liste nichts ändern.

Wer in den Kantonen Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt oder Wallis wohnt, findet dasselbe bei Jouez Sport. Die Aufteilung ist geografisch, und wer seine Adresse kennt, kennt damit bereits seinen Anbieter.

Wer unbedingt Dota 2 wetten will, tut das bei einem Anbieter, der in der Schweiz nicht bewilligt ist, und trägt die Folgen: keine Schweizer Prüfung, keine Schweizer Sperre, kein Schweizer Rechtsweg. Diese Wahl ist legitim, und es gibt keine erwachsene Person, der man sie verbieten müsste. Diese Seite beschönigt sie nicht — und sie schreibt niemandem vor, sie zu treffen.

Was Kontrolle kostet und wann sie versagt

In der Schweiz liegt die Verantwortung für Limits beim Spielenden, nicht beim Staat. Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Was das kostet, ist zunächst Zeit: die Registrierung mit Ausweis, die Einrichtung der Limiten, die Entscheidung über die Sperre. Wer diese Schritte gegangen ist, hat dafür einen Rahmen, der ihn auch dann noch bindet, wenn er ihn nicht mehr will.

Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt und dabei festgestellt, dass an Verkaufsstellen in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Diese Zahl gehört auf eine Seite wie diese, weil sie zeigt, dass auch ein strenges System an der Stelle versagt, an der ein Mensch hinter dem Tresen steht. Kontrolle besteht immer aus einer Regel und ihrer Durchsetzung, und beide müssen geprüft werden, wenn man wissen will, was sie wert sind.

Häufig gestellte Fragen

Bieten Swisslos oder Loterie Romande Wetten auf Dota 2 an?

Nein. Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport dürfen nur Sportwetten nach dem Verzeichnis der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten der Gespa anbieten. Dieses Verzeichnis enthält keinen E-Sport-Abschnitt. Jedes Dota-2-Angebot stammt damit von einer Seite ohne Schweizer Bewilligung.

Warum ist E-Sport nicht Teil der Gespa-Liste der zugelassenen Wettarten?

Wetten sind in der Schweiz nur auf Sportereignisse erlaubt, und die Angebotsbreite ist eine geschlossene Liste, die BGS und VGS eng führen. Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe fallen nur darunter, wenn sie aufgeführt sind, Trainingsläufe nie. E-Sport steht nicht auf dieser Liste.

Welchen Schutz hat, wer bei einem ausländischen E-Sport-Buchmacher ohne Bewilligung spielt?

Es gilt eine ausländische Lizenz, die in der Schweiz keine Wirkung hat. Es gibt keinen Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Identitäts- und Altersprüfung und keinen Schweizer Rechtsweg. Bleibt eine Auszahlung aus, fehlt die Instanz, bei der man sich beschweren könnte.

Wie rechnet man eine Quote in eine implizite Wahrscheinlichkeit um?

Man teilt eins durch die Quote. Bei einer Quote von 2.00 ergibt 1/2,00 die Hälfte, also 50 Prozent; bei 1.50 entspricht 1/1,50 zwei Dritteln, also etwa 66,7 Prozent. Die Summe dieser Werte über alle Ausgänge eines Marktes liegt über 100 Prozent, und der Überschuss ist die Marge des Buchmachers.

Was gilt steuerlich für Gewinne aus Wetten bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung?

Eine Verrechnungssteuer fällt nicht an, weil es sich nicht um ein bewilligtes Grossspiel handelt. Die einkommenssteuerliche Behandlung ist je nach Kanton unterschiedlich; Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Verbindliche Auskunft gibt die kantonale Steuerverwaltung.

Wie schützt die Schweizer Prüfung von Identität und Alter die Wettenden?

Sie bindet ein Konto an eine verifizierte Person: Die Ausweisdaten werden ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft, jede Person registriert sich nur einmal, Minderjährige sind ausgeschlossen. Hinzu kommen das Sperrregister und die selbst gesetzten Verlustlimiten. Auszahlungen gehen nur auf ein Konto auf den eigenen Namen.

Inhalt erstellt vom Team «einzahlungsbonusch.com»