Baseball-Wetten in der Schweiz 2026 – was eine Prognose wert ist und was sie kostet

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only
Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

29. Oktober 2026 – geprüft gegen die Bewilligungs- und Limitenangaben von Swisslos und der Loterie Romande sowie gegen die Geldspielaufsicht Gespa und deren Sperrliste.

Ein Lederhandschuh und ein Ball liegen auf dem Sandboden eines leeren Spielfelds, die tiefstehende Sonne wirft lange Schatten.
Die Major League Baseball (MLB) besteht aus 30 Teams in der American League und der National League mit je 15 Teams.

Wer zum ersten Mal auf ein Baseballspiel setzen will, stösst auf ein Problem, das im Fussball nicht existiert: kaum jemand im deutschsprachigen Raum kann die Partie lesen, auf die er setzt. Die Aufstellung sagt wenig, wenn man die Werfer nicht kennt. Die Formtabelle verrät nichts, wenn man nicht weiss, wie viele Spiele eine Saison überhaupt umfasst. Und die Quote steht trotzdem da, ordentlich gedruckt, als wäre alles klar.

Das ist der Punkt, an dem sich entscheidet, ob aus einer Wette ein Abend wird oder ein Ärgernis. Eine Prognose im Baseball ist keine Vorhersage, sondern eine Schätzung mit einer Begründung. Wer sie für eine Vorhersage hält, zahlt dafür.

Und beim Bezahlen hilft ein Blick auf die Zahl, die nirgends steht. Nehmen wir ein Zwei-Weg-Publikum, wie es im Baseball üblich ist: beide Seiten zu Quote 1,90, ein Rechenbeispiel, kein Zitat aus einem Wettprogramm. Kein Spieler kommt auf 100 Prozent zurück. 1 ÷ 1,90 plus 1 ÷ 1,90 ergibt einen Auszahlungsschlüssel von rund 52,6 Prozent. Was fehlt, ist die Marge des Veranstalters – und die liegt in diesem Beispiel bei etwa 5 Prozent der Einsätze, je nach Markt und Anbieter. Ein «Value Bet» mit 5 Prozent Vorteil ist also, wenn man ehrlich rechnet, ein Geschäft mit der Marge auf Augenhöhe. Bei engeren Märkten mit Quoten um 1,50 steigt der Schlüssel deutlich und die Marge schrumpft auf wenige Prozentpunkte; bei ausgefallenen Nebenmärkten mit drei oder vier Ausgängen wächst sie auf einen zweistelligen Bereich. Die Zahl ist keine Nebensache, sondern die Eintrittsgebühr, die man nicht sieht.

Warum eine Baseball-Wettstrategie mit der Form beginnt und nicht mit dem Tipp

Der Kern jeder Strategie ist eine Reihenfolge. Wer sie umdreht, verliert Geld – nicht weil er Pech hat, sondern weil er die Begründung nach der Quote sucht statt umgekehrt.

Ein Holzschläger lehnt an einem Drahtzaun neben einer Reihe leerer Zuschauerbänke im Licht des späten Nachmittags.
Ein Baseballspiel besteht im Regelfall aus 9 Innings; endet es nach regulärer Spielzeit unentschieden, wird um jeweils ein volles Inning verlängert.

Am Anfang steht die Partie selbst: welcher Werfer beginnt, welche Aufstellung aufläuft, wie die Mannschaft in den letzten zehn Spielen geworfen und geschlagen hat. Daraus entsteht eine Einschätzung in Prozenten. Erst danach kommt die Quote ins Spiel, denn sie ist der Preis für diese Einschätzung. Ein Value Bet liegt vor, wenn die eigene Schätzung über der Wahrscheinlichkeit steht, die in der Quote steckt – bei Quote 1,90 rechnet der Markt mit etwas mehr als 50 Prozent, nach Abzug der Marge mit weniger.

Diese Reihenfolge hat eine unbequeme Konsequenz. Wer erst die Quote liest und sich dann eine Begründung sucht, findet immer eine. Sie ist nur nichts wert.

Was eine «Baseball Wette» von einer Vorhersage unterscheidet

Ein Tipp behauptet, wer gewinnt. Eine Prognose sagt, mit welcher Wahrscheinlichkeit etwas eintritt, und überlässt dem Spielenden die Entscheidung, ob der Preis dafür stimmt. Der Unterschied ist nicht sprachlich. Wer einen Tipp kauft, übernimmt das Risiko eines fremden Urteils, ohne dessen Grundlage zu kennen. Wer eine Prognose baut, kennt die Grundlage und kann sie verwerfen.

Rebberge an einem Seeufer im Spätsommer, Terrassen ziehen sich zum Wasser hinunter, der Spiegel des Sees ist ruhig.
Beim Baseball stehen sich zwei Teams zu je 9 Spielern gegenüber.

Im Baseball kommen Schwankungen dazu, die jede Vorhersage weich machen. Ein Werfer, der über sieben Innings wirft, hat einen guten Abend. Derselbe Mann an einem anderen Abend nicht. Über 162 Spiele einer regulären Saison mittelt sich das; an einem einzelnen Abend nicht.

Die drei Bausteine: Form, Aufstellung, Quote

Die Form ist die jüngste Vergangenheit einer Mannschaft – nicht ihr Tabellenplatz. Eine Mannschaft mit gutem Verhältnis von Siegen zu Niederlagen kann in den letzten zwei Wochen systematisch verloren haben, und die Quote trägt das nicht immer nach.

Die Aufstellung ist im Baseball konkreter als in jeder anderen Sportart, weil der Beginnwerfer das Spiel trägt. Wer die Ansetzung liest, sieht einen Namen auf der Anzeigetafel und weiss damit mehr über die Partie als über jede Formkurve.

Die Quote schliesslich ist das Ergebnis dieser beiden Faktoren, verarbeitet von allen, die ebenfalls darauf setzen. Sie enthält die Marge – jene 5 Prozent aus dem Rechenbeispiel – und sie enthält die Meinung des Marktes.

Warum kein Tipp sicher sein kann

Niemand kennt den Ausgang eines Spiels. Das klingt nach einer Binsenweisheit, ist aber die Grenze, an der die meisten Strategien zerbrechen. Wer eine Prognose für einen Tipp hält, verdoppelt den Einsatz, wenn der Tipp gut klingt. Genau dann greift die Marge am härtesten zu.

Im Baseball verstärkt sich das durch die schiere Zahl der Spiele. Eine Saison mit 162 Partien je Mannschaft und die Playoff-Runden danach ergeben Hunderte Ereignisse, auf die man setzen kann. Aus einer Gelegenheit wird eine Gewohnheit. Aus einer Gewohnheit ein Volumen. Und bei jedem einzelnen Einsatz steht die Marge im Preis.

Wer eine Wettstrategie für eine ganze Saison baut, sollte deshalb mit einem festen Budget arbeiten, nicht mit wechselnden Beträgen. Das Budget ist die Summe, deren vollständigen Verlust man verkraftet, ohne den nächsten Monat umzuplanen. Sinkt es, sinkt der Einsatz. Das ist die einzige Regel, die eine ganze Saison übersteht.

Baseball-Wetten: vom Innings zur gewerteten Wette

Bevor eine Wette einen Wert bekommt, muss klar sein, worauf sie sich bezieht. Das ist im Baseball die Verlängerung und der Abbruch, und beides entscheidet, ob die Wette überhaupt zählt.

Ein Spiel besteht im Regelfall aus 9 Innings. Steht es nach der regulären Spielzeit unentschieden, wird um jeweils ein volles Inning verlängert, bis eine Mannschaft gewinnt oder etwa das Wetter den Abbruch erzwingt. Die japanische Profiliga macht es anders und lässt ein Spiel nach drei Extra Innings unentschieden enden – wer seine Baseball-Kenntnis aus MLB-Übertragungen zieht, stolpert darüber.

Wie man auf Baseball wettet, hängt dann an der Frage, welche Mindestspieldauer für die Bewertung gilt. In der MLB werden bei Spielabbruch immer mindestens 9 Innings gespielt, beziehungsweise 8,5 Innings, wenn die Heimmannschaft führt. In den Minor Leagues gilt ein Spiel erst nach mindestens 5 Innings als gewertet, nach 4,5, wenn das Heimteam vorn liegt.

Diese Zahlen sind kein Detail für Statistiker. Sie entscheiden, ob eine Wette am nächsten Morgen noch existiert oder zurückgezahlt wurde. Wer eine Partie in einem Regengebiet ansetzt, sollte die Regel kennen, die in seiner Wette steht.

Innings, Outs und die Mechanik dazwischen

Die Mannschaften wechseln nach 3 Outs. Drei Strikes ergeben ein Strikeout, vier Balls einen Walk. Damit ist das Spielgerüst beschrieben, auf dem jede Wettart aufbaut: Es gibt keine Uhr, die den Ausgang erzwingt, nur eine feste Zahl von Ausgängen.

Ein Infield ist ein Quadrat mit 90 Fuss Kantenlänge, also 27,43 Metern. Diese Abmessung erklärt, warum Läufe so selten sind. Auf einem Feld, auf dem neun Verteidiger die Wege zum nächsten Base im Auge behalten, wird ein Ball genau dorthin geschlagen, wo eben kein Spieler steht. Das ist die Werkstatt, aus der Runs kommen – und damit das Ziel aller über/unter-Wetten.

Wann Partien zur Wette stehen: Hauptrunde, Playoffs, Finalserie

Die reguläre Saison führt jede Mannschaft über 162 Spiele. In die Playoffs kommen 12 Teams, je Liga sechs – drei Divisionssieger und drei Wild Cards. Die Wild-Card-Runde wird Best-of-Three gespielt, die Division Series Best-of-Five, Championship Series und World Series jeweils Best-of-Seven.

Daraus folgt eine praktische Ordnung für den Spielplan. In der Hauptrunde stehen sechs bis sieben Partien an einem Abend zur Verfügung, jede mit eigenen Werfern und eigener Müdigkeit. In der Wild-Card-Runde wird es knapp, in der World Series lang. Wer eine ganze Saison begleiten will, sollte wissen, dass die Auswahl an Wetten nicht konstant ist: In der ersten Oktoberwoche ist mehr zu holen als Ende April.

Den Titel 2025 holten die Los Angeles Dodgers – ihr 9. Sieg in der World Series überhaupt. Ein Name, der in Ansetzungen häufig auftaucht und deshalb in Quoten sorgfältiger eingepreist ist als ein Überraschungsteam.

Was ein Abbruch kostet – und was eine Livewette zurückgibt

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1,00. Und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters – kann Swisslos Wetten mit Quote 1,00 werten.

Was heisst das für den Wettenden? Der Einsatz kommt zurück, der Gewinn nicht. Eine Livewette auf einen Ausgang, der fünf Sekunden vor dem Abschluss eingeht, ist keine Wette, sondern eine Rückzahlung mit Zeitverlust. Wer im entscheidenden Inning nachsetzt, sollte damit rechnen, dass der Veranstalter den Einsatz storniert statt ihn zu vervielfachen.

Baseball-Wettanbieter in der Schweiz: zwei Bewilligungen und zehn Namen

Die Zahl der Veranstalter mit Schweizer Bewilligung ist nicht gross, und das ist eine Folge des Rechts, nicht des Marktes. Das Gesetz kennt Online-Sportwetten als Grossspiel und verlangt eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung für jede einzelne Durchführungsform. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Zwei bleiben es.

Daneben steht eine Reihe ausländischer Marken, die Schweizer Spielende im Netz antreffen. Sie sind hier mit denselben Kriterien bewertet – und jede trägt den Status «ohne Schweizer Bewilligung». Das ist keine Fussnote. Wer dort einzahlt, spielt nicht nach Schweizer Regeln.

Woran sich die Angebote messen lassen

Ein Vergleich, der nach Werbung sortiert, ist kein Vergleich. Nachprüfbar sind andere Dinge: Ob überhaupt eine Schweizer Bewilligung besteht. Ob das Angebot im Netz legal erreichbar ist oder auf der Sperrliste steht. Ob die Limiten und die Selbstsperre greifen. Ob ein Spielerkonto in der Schweiz bestehen darf.

Die folgende Einordnung hält sich an diese vier Punkte. Der erste von ihnen wirkt sofort und lässt sich von jeder Person in zwei Minuten prüfen – die Adresse der Marke in der Sperrliste suchen. Der zweite Punkt entscheidet die Frage, ob ein Veranstalter überhaupt in der Lage ist, dem Spielenden etwas zu schulden. Der dritte Punkt trennt die grosszügigen Versprechen von den kleinen Buchstaben. Der vierte Punkt wird oft erst beim Auszahlungsversuch sichtbar.

Vergleich: Bewilligungsstatus der besprochenen Marken

Marke Bewilligungsstatus in der Schweiz Veranstalterin / gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa) Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
Coolzino keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung nachgewiesen; ausländische Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz
Jackbit keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung nachgewiesen; ausländische Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz
HornetBet keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung nachgewiesen; ausländische Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz
X3Bet keine Schweizer Bewilligung gemeldet: Tobique (Kanada); ohne Wirkung in der Schweiz
Rabona keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung nachgewiesen; ausländische Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz
Duelbits keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung nachgewiesen; ausländische Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz
1xBet keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung nachgewiesen; ausländische Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz
FortuneJack keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung nachgewiesen; ausländische Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz

Die Tabelle liest sich monoton, und genau das ist ihre Aussage. Acht der zehn Namen stehen in derselben Spalte, weil ihre Bewilligungslage vor der schweizerischen Aufsicht schlicht nicht existiert. Wer eine ausländische Bewilligung vorweist, hat damit keinen Anspruch in der Schweiz erworben; eine Bewilligung gilt nur in dem Land, das sie erteilt.

Was die Tabelle verschweigt, ist die zweite Hälfte der Rechnung. Die zwei bewilligten Veranstalter haben ein geschlossenes Angebot: nur die Sportarten, Wettarten und Wettkämpfe, die auf der Liste der Aufsicht stehen. Ein ausländischer Anbieter kennt diese Liste nicht – und deshalb auch keine Schweizer Spielsperre, kein Schweizer Ombudsverfahren und keinen Schweizer Schutz bei einem Streit.

Was die zwei bewilligten Schweizer Veranstalter unterscheiden

Bleiben zwei Veranstalter, und die Frage, die sich sofort stellt: Für wen welcher. Die Antwort liegt in der Kundschaft, nicht im Produkt.

Swisslos Sporttip: das Kontingent zwischen Basel und Vaduz

Swisslos betreibt Sportwetten unter dem Namen Sporttip und stützt sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Das Geschäft läuft in den 19 Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu Ticino und das Fürstentum Liechtenstein. Zusammen ist das das Swisslos-Vertragsgebiet.

Für 2025 weist Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio. aus: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Die Sportwetten tragen also einen Teil, aber sie sind nicht das Zugpferd des Hauses – der Rückgang um 13 Millionen Franken ist real und stammt nicht aus einem Rechenfehler.

Wettbewegung gibt es in beiden Lesarten. Quotenboosts gelten nur online, für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost gilt ebenfalls nur online, verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1,50 und staffelt den Aufschlag auf den Nettogewinn: 5 Prozent bei vier, 20 bei sieben, 40 bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen.

Die Staffelung sieht grosszügig aus und ist eine Rechnung. Fünfzehn Voraussagen mit je mindestens Quote 1,50 sind fünfzehn Bewertungen, jede mit Marge. Wer sie alle gewinnt, bekommt die Verdopplung des Nettogewinns. Wer eine verliert, verliert die Kombination. Swisslos selbst nennt Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert.

Drei Einschränkungen, die den Rahmen festlegen. Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live – aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Höchsteinsatz von CHF 1’000 ist für einen Kleinspieler irrelevant und für einen Grossspieler eine Mauer. Genau dort sitzt die Grenze des Hauses: Ein Spieler mit einer Überzeugung und einem Kapital kann sie hier nicht in eine einzelne Wette umsetzen.

Das Urteil über Sporttip hängt an dieser Limite. In den Grundlagen und in der Verlässlichkeit – die Bewilligung, der Kontorahmen, die Herkunft des Geldes – ist Sporttip der Veranstalter mit der längsten Akte und der engsten Aufsicht. In der Entfaltung seiner Möglichkeiten ist es der kleinste: Der Höchsteinsatz von CHF 1’000 deckelt jede Einzelwette, voneinander abhängige Ereignisse derselben Veranstaltung lassen sich ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion kombinieren, und nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer grosse Einzelpositionen fährt, geht an dieser Bauart vorbei.

Loterie Romande Jouez Sport: sechs Kantone, 2’350 Verkaufsstellen

Die Loterie Romande bespielt sechs Westschweizer Kantone: Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne als Kontaktadresse, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschrift und 221 Mitarbeitende.

Der Punkt, der die Auswahl wirklich entscheidet, ist die Wohnsitzfrage. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Servicegebiet voraus. Wer in Zürich wohnt, kann bei Jouez Sport kein Konto eröffnen, und wer in Lausanne wohnt, kommt an Sporttip nicht heran – ausser über das Vertragsgebiet hinaus, das für ihn nicht offen ist. Die beiden Veranstalter konkurrieren also nicht miteinander. Sie teilen die Schweiz in zwei Zuständigkeiten, und für den einzelnen Spielenden gibt es keine Wahl.

Genau darin liegt der eigentliche Nachteil der Schweizer Regelung für alle, die einen Vergleich suchen. Aus zwei Anbietern wird nicht eine Entscheidung, sondern eine Zuweisung. Die 2’350 Verkaufsstellen sind ein Netz für den Weg zum Wettschein – und ein Hinweis darauf, wo die Loterie Romande den Zugang sieht. Wer online spielt, füllt daraus keinen Vorteil.

Faire Revanche: Die Loterie Romande steht in Konkurrenz zu keinem Schweizer Haus, und ihre Preisgestaltung ist damit kein Marktpreis, sondern ein Verwaltungspreis. Bei zwei Anbietern mit getrennten Gebieten gibt es keinen Anreiz, den Auszahlungsschlüssel eines Marktes zu verbessern. Das ist der Preis der Regelung, und wer ihn nicht mag, sollte nicht die Veranstalter wechseln wollen, sondern die Argumente kennen, die in der politischen Debatte um die Öffnung stehen.

Was die Schweizer Bewilligung bedeutet – und was sie kostet

Der Rahmen heisst Geldspielgesetz, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019. Online-Sportwetten sind darin ein Grossspiel. Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat. Nicht die ESBK – die ist für Casinos zuständig, und die Abgrenzung ist praktisch relevant, weil sich Sportwetten- und Casino-Erlaubnisse unterscheiden.

Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Sie gilt nur in der Schweiz. Ausländische Bewilligungen entfalten hier keine Wirkung.

Dass es nur zwei Veranstalter gibt, ist keine Marktkonzentration, sondern eine Regel. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es existiert deshalb keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher – nicht weil die Aufsicht sie zurückhält, sondern weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domains. Die Nettoerlöse fliessen in gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.

Die Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten

Was gewettet werden darf, ist eine geschlossene Liste. Bewilligt sind ausschliesslich Sportereignisse; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht möglich. Im Baseball heisst das: nur die Ereignisse, die auf der Liste der Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten stehen.

Und hier zeigt die Liste ihre Zähne. Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind. Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder den Podestplatz entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe nie. Corner- und Kartenmärkte fehlen ganz, ebenso ein Esport-Bereich. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Was praktisch vor allem auffällt: Die Liste kennt die feinen Märkte nicht, die eine internationale Buchmachseite aus dem Fussballgewerbe mitbringt. Gemischte Sätze aus einem Spieler, der sich mit Baseball auskennt und deshalb zweitrangige Märkte sucht, laufen bei einem Schweizer Veranstalter ins Leere. Live-Wetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat – das Gesetz kennt keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist nicht geregelt und ist Sache des Veranstalters.

Wohnsitz, Verifikation und ein Konto pro Person

Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus und in der Praxis Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Das ist die erste Hürde, und sie ist bei den beiden Schweizer Häusern unterschiedlich hoch – siehe die Kantonslisten oben.

Zur Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Ein Konto pro Person mit verifizierter Identität ist die gesetzliche Regel, nicht die Wahl eines Anbieters.

Dazu ein Punkt, der bei ausländischen Marken regelmässig untergeht: Auszahlungen gehen nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers. Krypto- und anonyme Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht. Kredite an Spielende gibt es nicht. Ein Anbieter, der mit anonymen Auszahlungen wirbt, erfüllt damit nicht eine Bequemlichkeit, sondern umgeht eine Voraussetzung, die in der Schweiz an die Bewilligung geknüpft ist.

Und noch eine Randnotiz, die kein Schweizer Veranstalter betrifft: Es gibt in der Schweiz kein Instrument, mit dem Zahlungen an unerlaubte Wettseiten gesperrt würden. Wer erwartet, dass seine Bank eine Einzahlung von selbst blockiert, wartet auf etwas, das es nicht gibt. Derweg gegen die Anbieter führt über die Sperrliste, nicht über das Bankkonto.

Was bei Spielabbrüchen gewertet wird

Die Wertungsregeln stammen aus dem Regelwerk des Sports und aus den Teilnahmebedingungen des Veranstalters, und beide können vom Zahlenwerk eines Marktes abweichen. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für Baseball bedeutet das: Wer den Endstand nach Extra Innings meint, muss den Markt wählen, der diese Verlängerung einschliesst.

Die Mindestspieldauer aus dem Grundlagenteil bleibt die Leitgrösse für die Frage, ob ein abgebrochenes Spiel überhaupt zählt. Sie entscheidet über Erstattung oder Auszahlung, und sie steht in den Teilnahmebedingungen. Wer sie beim Abschluss nicht gelesen hat, liest sie anschliessend.

Wetten als Grossspiel und die Steuerfrage

Gewinne aus einem in der Schweiz bewilligten Grossspiel sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Der Bundesbetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, deshalb gilt hier: je nach Kanton. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, und die Rückforderung läuft über die Deklaration in der Steuererklärung.

Für die Praxis heisst das: Ein üblicher Wettender bleibt weit unter dieser Schwelle. Auf seinem Gewinn liegt keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer. Eine Steuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht.

Bei ausländischen Anbietern ist die Lage anders und sollte niemanden überraschen. Deren Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, weil kein inländischer Veranstalter im Spiel ist. Die kantonale Praxis kann sie dennoch als Einkommen erfassen – die Steuerverwaltung Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständig steuerbares Einkommen. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, trägt dieses Risiko selbst. Das ist keine Steuerberatung; für die eigene Situation ist die Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung die richtige Adresse.

Verlustlimiten selbst setzen: was sofort gilt und was wartet

Verlustlimiten setzt der Spielende, nicht der Staat. Der Veranstalter muss Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangen. Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Diese 72 Stunden sind die wichtigste Zahl im ganzen Abschnitt. Wer in einem schlechten Lauf seine Limite hochsetzen will, kann das nicht in derselben Nacht tun. Der Entzug der Kontrolle, den ein Verlustlauf erzeugt, findet dann keine Öffnung mehr vor. Die sofortige Senkung wirkt in die andere Richtung und ist entsprechend die nützlichere Taste.

Spielsperre und Sperrregister

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein – und damit nicht nur im eigenen Haus.

Diese Ausweitung ist der eigentliche Wert des Registers. Eine Sperre bei einem Schweizer Veranstalter folgt dem Spielenden in die Schweiz hinein. Ausserhalb dieses Kreises folgt sie ihm nicht. Von Gesetzes wegen erfasst die Spielsperre überschuldete und spielsuchtgefährdete Personen ebenso wie den eigenen Antrag; eine freiwillige Sperre ist erst nach drei Monaten aufhebbar, unter Beteiligung einer Fachstelle. Ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Ausgeschlossene und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne – sie verlieren also, was schon gesetzt war.

Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, steht in keiner dieser Listen. Das Kind Schutz gibt es nur dort, wo es jemanden gibt, der ihn tragen muss.

Ein Budget für eine ganze Saison

Bei den vielen Spielen einer Saison häufen sich Wetten schnell. Eine Saison mit 162 Partien je Mannschaft ergibt mehr Gelegenheiten, als eine Gewohnheit verkraftet. Der wirksamste Schutz ist deshalb nicht eine einzelne Limite, sondern ein Budget für den gesamten Zeitraum, ausgegeben in gleichbleibenden Beträgen.

Praktisch sieht das so aus: Man beziffert den Betrag, dessen Verlust über den Winter nicht schmerzt, und teilt ihn durch die Zahl der Partien, bei denen man wirklich eine Einschätzung hat. Nicht durch die Zahl der Spiele an einem Abend. Ein Zwei-Spieler-Publikum täuscht: Weil die Auswahl klein ist, glaubt man, jede Partie bewerten zu können. Kann man nicht.

Feste Grenzen statt Hoffnung

Die 72-Stunden-Frist, die sofortige Senkung, die sechsmonatige optionale Pause, das Sperrregister – sie alle verlängern den Weg zwischen einem Impuls und der Ausführung. Genau das ist ihre Funktion.

Und es gibt eine Grauzone, über die selten gesprochen wird. Weil ausländische Anbieter einladen, in der Nacht zu spielen, und weil sie nicht an das Schweizer Register angeschlossen sind, fällt die wichtigste Bremse bei ihnen aus. Eine Selbstsperre, die nur die eigene App betrifft, ist keine Sperre. Wer sich schützen will, muss dort sperren, wo das Register gilt. Sonst hält die Sperre nur so lange, wie man sich an sie erinnert.

Wo man Hilfe bekommt

Die Fachstellen in den Kantonen und die Suchtpräventionsdienste nehmen auch Fragen, die noch keiner Sucht gelten. Ein Gespräch ist keine Erklärung für den Rest des Lebens. Wer eine Spielsperre selbst beantragt, verliert den Zugang – nicht das Gesicht. Bei einem Streit mit einem bewilligten Veranstalter ist die Aufsicht der richtige Weg, nicht das eigene Netzwerk.

Der Auffang gilt jedoch nur innerhalb des bewilligten Kreises. Ausländische Anbieter kennen keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Ombudsstelle und kein Schweizer Register. Wer dort spielt, trägt das Streit- und das Schutzrisiko vollständig allein.

Die zehn Marken im Einzelnen

Die folgenden Bewertungen halten sich an das, was sich prüfen lässt. Der Bewilligungsstatus steht bei jeder Marke vorweg; bei den ausländischen Marken steht er ohne Schweizer Bewilligung, weil das dem tatsächlichen Umfang der Rechte entspricht.

Swisslos Sporttip – die engste Aufsicht und der tiefste Deckel

Bewilligung: Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS, beaufsichtigt von der Gespa. Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Das Konto steht Personen offen, die in den 19 genannten Kantonen, im Tessin oder im Fürstentum Liechtenstein wohnen. Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf darauf nicht wetten.

Der Rahmen ist vollständig: Limiten, Spielsperre, Register, Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen. Die Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen klingt nach einer Formalität und ist die Absage an jedes anonyme Modell. Die Bohne ist es wert, sich zu merken: Wer mit einer Krypto-Auszahlung wirbt, umgeht nicht eine Bequemlichkeit, sondern die ganze Kette.

Einzel- und Kombinationswetten beginnen bei CHF 1 und enden bei CHF 1’000, Systemwetten bei CHF 10’000. Die Untergrenze ist damit freundlich für den ersten Versuch, die Obergrenze unerbittlich für den erfahrenen Spieler. Wer sein Kapital in einer einzigen Überzeugung binden will, wird hier gebremst – nach den Regeln des Hauses, das die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern kann, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Das Urteil: Für den geduldigen Spieler mit kleinen und mittleren Einsätzen ist Sporttip der Anker, weil kein anderer Anbieter in der Schweiz die Aufsicht so vollständig trägt. Für den Spieler, der eine Position in einem einzigen Inning bündeln will, ist der Höchsteinsatz von CHF 1’000 der Engpass, der die Rechnung schliesst, bevor die Prognose überhaupt zum Zug kommt.

Loterie Romande Jouez Sport – Westschweiz, kein Zutritt von aussen

Bewilligung: Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS, beaufsichtigt von der Gespa. Veranstalterin ist die Loterie Romande, die Société de la Loterie de la Suisse Romande. Das Konto steht Personen offen, die in Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt oder Wallis wohnen.

Der Zugang ist die ganze Geschichte. Wer in Genf wohnt, findet hier den Schweizer Veranstalter. Wer in Zürich wohnt, findet ihn nicht; ein Konto entsteht nicht, weil die Residenz nicht stimmt. Von den 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz profitiert primär, wer den Wettschein vom Netz wählt, sei es aus Gewohnheit oder aus Misstrauen gegen Konten. Diese beiden Erwägungen – Wohnsitz und Verkaufsstellennähe – entscheiden über den Zugang vollständiger als jedes Produktdetail.

Das Urteil: Für die Westschweiz ist Jouez Sport keine Wahl, sondern der eine Schweizer Weg. Für die Deutschschweiz ist die Marke unzugänglich, und daraus folgt, dass sich ein Vergleich in der deutschen Schweiz zwischen Sporttip und den ausländischen Marken abspielt – mit dem Fundstück, dass nur eine der beiden Seiten eine Bewilligung vorweist.

Coolzino

Bewilligung: keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Erlaubnis entfaltet hier keine Wirkung nach Art. 4 BGS. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und seine Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und damit über DNS blockiert werden.

Für Schweizer Spielende ist die Lage damit klar. Ein Zugangsweg kann innerhalb von Stunden verschwinden und durch eine andere Adresse ersetzt werden. Eine Spielsperre, die bei einem Schweizer Veranstalter läuft, bindet Coolzino nicht.

Das Urteil: Wer bei Coolzino ist, hält eine Adresse ohne Schweizer Bewilligung – der einzige Grund, dort zu bleiben, müsste in einem Angebot liegen, das schwerer wiegt als der fehlende Rechtsschutz. Für Schweizer Baseball-Wetten wiegt keiner das auf.

Jackbit

Bewilligung: keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Lizenz hat hier keine Kraft. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf der Sperrliste landen.

Die wohnsitzfreie Zugänglichkeit ist hier das Verkaufsargument und gleichzeitig der ganze Fehler. Wer keine Wohnsitzprüfung durchläuft, hat auch keine Stelle, an die er sich wendet, wenn die Auszahlung stockt. Ein Schweizer Konto deckelt bei CHF 1’000 pro Wette – lästig, aber kalkulierbar. Es gibt keine Grenze in einen offenen Rechtsraum hinein.

Das Urteil: Die Marke wird über die Zugänglichkeit verkauft, und Zugänglichkeit ist bei einem Schweizer Wettkonto die kleinste aller Fragen – die Fragen, die wirklich zählen, kann ein Haus ohne Bewilligung gar nicht beantworten.

HornetBet

Bewilligung: keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenzen haben hier keine Kraft. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domain auf der Sperrliste möglich.

Zugangswege, die über kurzlebige Domains laufen, sind auch für die Verfügbarkeit des eigenen Kontos relevant. Wer nicht weiss, ob die Seite morgen noch unter derselben Adresse steht, sollte den Saldo nicht dort parkieren.

Das Urteil: Die Domainfrage ist hier nicht eine Frage der Bequemlichkeit, sondern der Frage, ob man einen Saldo oder eine Wette überhaupt noch erreicht. Wer in der Schweiz bleiben will, findet diese Frage bei Sporttip beantwortet.

X3Bet

Bewilligung: keine Schweizer Bewilligung. Als gemeldete Bewilligung nennen Drittanbieter Tobique in Kanada; diese hat keine Wirkung in der Schweiz. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domain auf der Sperrliste möglich.

Das ist die einzige Marke der Liste, für die überhaupt eine ausländische Genehmigung berichtet wird – und der Bericht ändert nichts. Eine Bewilligung wirkt in dem Land, das sie erteilt. Was fehlt, ist nicht eine Bewilligung, sondern die Anbindung an das Schweizer System: Register, Aufsicht, Konto im eigenen Namen.

Das Urteil: Wer auf die kanadische Angabe vertrauen will, sollte zuerst eine Frage stellen: Wohin wendet man sich in der Schweiz, wenn das Konto gesperrt wird? Die Antwort ist dieselbe wie bei jeder anderen Marke ohne Schweizer Bewilligung – nirgendwohin.

Rabona

Bewilligung: keine Schweizer Bewilligung. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domain auf der Sperrliste möglich.

Genau hier zeigt sich, dass ein Vergleich nach Markenname und eine Bewertung nach Bewilligungsstatus zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Bei der Bewilligungsfrage gibt es keine Abstufung: Entweder es liegt eine Schweizer Bewilligung vor oder nicht. Lästige Differenzierungen kennt die Aufsicht in dieser Frage nicht.

Das Urteil: Die fehlende Bewilligung ist kein Vorwurf an die Marke, sondern eine Aussage über die Rechtslage. Für einen Spielenden in der Deutschschweiz macht sie Rabona zu einer Adresse ohne Schweizer Rechtsweg – und damit zu einer Entscheidung gegen den eigenen Schutz.

Duelbits

Bewilligung: keine Schweizer Bewilligung; keine nachgewiesene ausländische Bewilligung mit Wirkung für die Schweiz.

Ein Name aus dem Krypto-Kontext ist kein Zufall. Weil Auszahlungen in der Schweiz ausschliesslich auf ein Konto im eigenen Namen gehen dürfen, ist die Krypto-Auszahlung kein Merkmal eines besonders modernen Anbieters, sondern das Merkmal eines Anbieters, der ausserhalb dieses Rahmens arbeitet.

Das Urteil: Der Reiz einer schnellen, anonymen Auszahlung ist echt – und er kommt aus dem Regelwerk, das hier nicht gilt. Wer ihn sucht, verzichtet gleichzeitig auf die Rückforderung, die bei einem Konto im eigenen Namen eingebaut ist.

1xBet

Bewilligung: keine Schweizer Bewilligung; keine nachgewiesene ausländische Bewilligung mit Wirkung für die Schweiz.

Der Name ist einer der grössten im internationalen Markt und einer der regelmässigsten auf Sperrlisten. Die Gespa publiziert die Liste der blockierten ausländischen Domains; blockiert wird über DNS, und ein blockierter Eintritt verschwindet – die Domain wird innerhalb von Stunden ersetzt. Für den Spielenden heisst das, bei jedem Aufruf mit einem Wechsel der Adresse leben zu müssen.

Das Urteil: Der Umfang des Angebots ist kein Ersatz für die Frage, ob die Adresse morgen erreichbar ist. Wer über die Buchmachseite zum Fussball gekommen ist und nun Baseball sucht, findet hier eine Auswahl – und keinen Schweizer Anspruch auf irgendetwas davon.

FortuneJack

Bewilligung: keine Schweizer Bewilligung; keine nachgewiesene ausländische Bewilligung mit Wirkung für die Schweiz.

Bei den Krypto-nahen Häusern ist die Anonymität der Kunde der Punkt, an dem sich die Schweizer Regelung reibt. Verlustlimiten, die der Spielende selbst setzt, sind hier keine Pflicht, weil keine Schweizer Bewilligung sie verlangt. Eine Bremse, die niemand einbauen muss, wird selten eingebaut.

Das Urteil: Von allen Marken ohne Schweizer Bewilligung ist die hier am wenigsten an ein Publikum mit Schweizer Schutzbedürfnis adressiert. Wer sein Spiel kontrollieren will, sollte die Limitenfunktion prüfen, bevor er überhaupt einzahlt – und das Ergebnis dieser Prüfung ernst nehmen.

Wo der Leser am Ende steht

Es gibt in der Schweiz für Baseball zwei Wege zu einer Wette, und die haben eine Zuweisung, keine Wahl: Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, Jouez Sport für Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Wer dort wohnt, hat alles, was ein Schweizer Sportwettensystem zu geben hat: Aufsicht, Verlustlimiten, Register, Konto im eigenen Namen, Steuerfreiheit unter dem Freibetrag. Wer das Angebot trotzdem zu eng findet, findet bei den ausländischen Marken mehr Auswahl und weniger von allem anderen.

Die Zahlen, die dieser Entscheidung zugrunde liegen, sind nicht gross. Der Steuerfreibetrag liegt bei CHF 1’071’000 pro Einzelgewinn, ein Betrag, den kein Lauf eines Wochenendwettspielers erreicht. Die Limite bei Sporttip liegt bei CHF 1’000 pro Einzelwette, ein Betrag, den ein Grossspieler in einem einzigen Inning überschreiten will. Dazwischen liegt der ganze Bereich, in dem die meisten tatsächlich spielen – und für die ist die Limite keine Behinderung.

Wer die Prognose ernst nimmt, kommt zu einem unauffälligen Schluss. Form, Aufstellung und Quote in dieser Reihenfolge, jeden Einsatz durch eine Limite gedeckelt, ein Budget für die Saison statt für den Abend. Wer das tut, braucht die Verdopplung des Nettogewinns nicht und lässt den Quotenboost aus, dessen Verfall bei Cash-Out ohnehin in den Bedingungen steht.

Und die Marge bleibt in jedem Fall im Preis. Rund 5 Prozent bei einem ausgeglichenen Zwei-Weg-Markt zu 1,90; deutlich mehr bei den Nebenmärkten mit vier Ausgängen, die einem mitteleuropäischen Publikum vertraut sind – wo der Auszahlungsschlüssel auf wenige Prozentpunkte fällt. Bei den meisten Wetten ist die Gebühr also nicht zu verhandeln, und deshalb ist die eine Entscheidung, die wirklich etwas verändert, nicht die Wahl der Marke, sondern die Höhe des Gesamteinsatzes über eine Saison.

Häufige Fragen zu Baseball-Wetten in der Schweiz

Wie wettet man auf Baseball, und welche Wettarten gibt es?

Im Kern auf den Ausgang der Partie, auf den Gesamtsieg, auf die Anzahl Läufe über oder unter einer Schwelle und auf Kombinationen. Bei den beiden bewilligten Schweizer Veranstaltern kommen nur die Wettarten in Betracht, die auf der Liste der Aufsicht stehen – Halbzeit- und Periodenmärkte, Sonder- und Nebenmärkte eines internationalen Portfolios gehören nicht dazu.

Steht Baseball auf der Liste der in der Schweiz zugelassenen Sportarten und Wettarten?

Wetten sind nur auf Sportereignisse möglich, und die Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten ist geschlossen. Welche Baseball-Ereignisse darin stehen, prüft man im aktuellen Wettprogramm des Veranstalters. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen; Qualifikations- und Frauenwettbewerbe nur, wenn die Liste sie ausdrücklich aufführt.

Wie werden Wetten gewertet, wenn ein Spiel abgebrochen wird?

Entscheidend ist die Mindestspieldauer. In der MLB werden bei Abbruch immer mindestens 9 Innings gespielt, beziehungsweise 8,5, wenn die Heimmannschaft führt; in den Minor Leagues gilt ein Spiel erst nach mindestens 5 Innings als gewertet, nach 4,5, wenn das Heimteam vorn liegt. Unterschritten, wird die Wette zurückgezahlt.

Wie entsteht eine Prognose, und warum gibt es keinen sicheren Tipp?

Eine Prognose entsteht aus Form, Aufstellung und der Einschätzung des Preiswerts im Vergleich zur Quote. Ein Value Bet ist eine Schätzung, kein Versprechen. Weil niemand den Ausgang eines Spiels vorher kennen kann und die Marge im Preis jeder Wette steckt, bleibt eine Wette ein Risiko – mit festem Budget, nicht als Einkommen.

Wie lassen sich Verlustlimiten und ein festes Budget für eine ganze Saison planen?

Bei Sporttip sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage Pflicht, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Senken wirkt sofort, Erhöhen erst nach 72 Stunden. Für die Saison gilt daneben ein festes Budget, verteilt in gleichbleibenden Beträgen – nicht in wechselnden Grössen.

Wie hoch ist die Steuer auf Gewinne, und was heisst «je nach Kanton»?

Gewinne aus einem bewilligten Schweizer Grossspiel sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bundesbetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, 2025 waren es CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab – daher «je nach Kanton». Für die eigene Situation ist die Steuerberatung die richtige Adresse.

Inhalt erstellt vom Team «einzahlungsbonusch.com»