Snooker online wetten in der Schweiz – was die zwei bewilligten Veranstalter zulassen

Updated Oktober 2026
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Unter dem Lead steht die Einordnung, die alles Weitere bestimmt: Wer von der Schweiz aus auf Snooker setzen will, landet entweder bei Swisslos oder bei der Loterie Romande – oder bei einem Anbieter, der hier gar keine Bewilligung hat. Aktueller Stand: 29. Oktober 2026, abgeglichen mit der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten und den veröffentlichten Bewilligungen der beiden Veranstalter.

Ein Snookertisch mit grünem Tuch und einem Dreieck aus roten Kugeln unter einer tief hängenden Lampe in einer leeren Halle.
An der Snookerweltmeisterschaft nehmen 32 Spieler in der Endrunde teil, inklusive Qualifikation sind es 144; das Finale wird im Modus Best of 35 Frames gespielt.

Snooker ist ein Spiel, das sich in Zahlen erzählen lässt. Ein Frame ist eine Abfolge von Punkten, ein Match eine Abfolge von Frames, ein Turnier eine Abfolge von Matches – und genau daraus baut jede Wettart ihre Quote. Das ist der Grund, warum Snooker bei Wettenden beliebter ist, als sein Platz in der Sportberichterstattung vermuten lässt. Es gibt wenige Zufallselemente, es gibt eine klare Hierarchie der Spieler, und es gibt einen Spielplan, der sich über Monate vorhersehen lässt.

Die Schweiz macht daraus allerdings eine sehr schmale Angelegenheit. Sportwetten sind hier ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt. Das ist keine Empfehlung, das ist die Rechtslage. Was daraus folgt – für die Auswahl, für die Quoten, für die Limiten und für den Steuerfall – ist der Gegenstand dieses Textes.

Wettarten und Quoten im Snooker: was die Marge aus der Quote nimmt

Eine Snooker-Quote entsteht nicht anders als eine Fussballquote, sie hat nur weniger Bestandteile. Es gibt zwei Ausgänge statt drei, es gibt keine Verlängerung, kein Penaltyschiessen, keine Witterung. Wer Frame- oder Matchsieger setzt, hat eine überschaubare Frage vor sich: Wer gewinnt die nächste Partie? Alles, was den Preis darüber hinaus bewegt, ist Form, Kopf und Tagesverfassung.

Ein blauer Kreidewürfel und eine Queuespitze liegen am Rand eines Holztischs im weichen Seitenlicht.
Beim Snooker zählt Rot 1 Punkt, Gelb 2, Grün 3, Braun 4, Blau 5, Pink 6 und Schwarz 7 Punkte; das maximale Break beträgt 147 Punkte.

Was es dagegen bei jedem Anbieter gibt, ist die Marge. Sie steckt nicht in einer Zeile der Wettregeln, sondern in der Differenz zwischen den Quoten beider Seiten, und sie ist der Grund, warum zwei Kurse von 1.90 und 1.90 zusammen keine faire Wette ergeben.

Was 1,90 auf beiden Seiten wirklich heisst

Nehmen wir einen illustrativen Zwei-Weg-Markt mit je 1.90 auf beiden Ausgängen – ein Rechenbeispiel, kein Zitat eines Anbieters. Die Auszahlungsquote dieses Marktes liegt bei rund 95 %, die Marge also bei etwa 5 %. Anders gesagt: Von jedem CHF 100, die auf diese beiden Ausgänge zusammen gesetzt werden, gehen im statistischen Mittel rund CHF 5 an den Buchhalter und rund CHF 95 zurück an die Wettenden. Wer CHF 100 auf 1.90 setzt, bekommt bei Treffer CHF 190 zurück, also CHF 90 Reingewinn – aber nur in den Fällen, in denen die Münze für ihn fällt.

Eine Garderobe aus Holz mit einem dunklen Regenschirm in einem stillen Korridor, am Fenster rinnt Regen herunter.
Die Endrunde der Snookerweltmeisterschaft findet seit 1977 ab Ende April über 17 Tage im Crucible Theatre in Sheffield statt.

Die Zahl ist eine Bandbreite, keine Konstante. Bei einem Zwei-Weg-Markt mit je 1.90 ist die Marge rund 5 %; dünn besetzte Nischenmärkte, ein Frame-Markt in der ersten Runde eines kleineren Turniers, öffnen die Schere deutlich weiter. Die Quote eines Anbieters ist deshalb kein Qualitätsurteil über den Anbieter, sondern eine Aussage über die Attraktivität des Marktes, den er stellt.

Wer in einem Markt mit 95 % Auszahlungsquote über ein Turnier hinweg hundert Wetten zu je CHF 10 platziert, setzt CHF 1’000 um. Der Erwartungswert liegt bei rund CHF 950 Rückfluss – als Durchschnittswert über viele Wetten, nicht als Ergebnis für den einzelnen Wettschein. Das ist der Punkt, an dem die meisten Snooker-Wettenden die Lust verlieren, und es ist der Punkt, an dem die Marge ihre eigentliche Arbeit tut: Sie ist kein Skandal, sie ist der Preis des Produkts. Nur sollte niemand glauben, er sitze in einem Nullsummenspiel.

Welche Wettarten die Frage unterschiedlich schwer machen

Snooker lässt sich über mehr als einen Weg spielen, und die Wettarten unterscheiden sich nicht in der Marge, sondern darin, was für eine Antwort sie vom Wettenden verlangen.

Die Einzelwette auf den Matchsieger ist die einfachste Form. Der Wettende setzt auf einen Spieler, das Match endet, die Wette ist entschieden. Es gibt keinen Zwischenstand, der die Wette noch drehen kann, und genau darin liegt ihr Reiz: Der Verlauf ist für die Wette irrelevant, solange das Ergebnis stimmt.

Die Frame-Wette arbeitet eine Ebene tiefer. Ein Match im Best-of-Modus besteht aus mehreren Frames, und wer einen einzelnen Frame wettet, muss ihn nicht über die ganze Partie richtig einschätzen, sondern nur in diesem einen Abschnitt. Das ist reizvoll für alle, die den Verlauf eines Matches verfolgen und einen Zwischenlauf beurteilen können; es ist aber auch die Wettart mit den dünnsten Limits und den breitesten Margen, weil der Markt wenig Umsatz sammelt.

Die Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen zu einer Quote, die das Produkt der Einzelquoten ist. Das ist mathematisch banal und psychologisch gefährlich: Der Reiz liegt in der grossen Zahl, die Kosten liegen in der Multiplikation der Margen. Zwei Ausgänge mit je 1.90 ergeben eine Kombiquote von 3.61 – und eine Auszahlungsquote, die unter der jedes einzelnen Marktes liegt.

Die Langzeitwette auf den Turniersieger ist die ruhigste Form. Sie läuft über die ganze Veranstaltung, sie lässt sich schwerer einschätzen als eine einzelne Partie, und wer sie spielt, entscheidet sich für Wochen statt für Abende. Die Auszahlungsquote solcher Märkte liegt in der Regel nicht besser als die der Matchmärkte, aber die Quote selbst ist gross genug, um einen kleinen Einsatz in eine relevante Zahl zu verwandeln.

Was allen vier gemeinsam ist: Sie verlangen eine Meinung und liefern keinen Vorteil. Der Markt kennt die Formkurve und den Kopf jedes Spielers so gut wie der Wettende, und die Marge ist der Teil, den kein Wettender gewinnen kann.

Was das Wettprogramm ausdrücklich regelt

Die Sporttip-Regeln enthalten eine Reihe von Vorschriften, die man erst versteht, wenn man im Frame denkt. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein Snooker-Match im Best-of-Modus läuft bis zum letzten Frame, und wer auf ein Ergebnis gewettet hat, hat bis dahin eine offene Position.

Beim Snooker selbst sind die Regeln des Spiels der Rahmen für jede Wette. Gespielt werden 22 Kugeln: der weisse Spielball, 15 rote Kugeln und je eine gelbe, grüne, braune, blaue, pinke und schwarze Kugel. Die Punktewertung ist fest – Rot 1 Punkt, Gelb 2, Grün 3, Braun 4, Blau 5, Pink 6, Schwarz 7 – und das maximale Break liegt bei 147 Punkten. Wer eine Frame-Wette spielt, wettet damit auf ein Ereignis mit einer sehr eng umrissenen Struktur. Bei Punktegleichstand am Ende eines Frames wird die schwarze Kugel erneut aufgelegt («Re-spotted black»); der nächste Punktgewinn entscheidet den Frame. Ein einzelner Ball entscheidet also nicht selten einen Frame und damit eine Wette.

Bei Sporttip ist der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Die Limiten kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer diese Zahl liest, sollte sie nicht als Nebensatz behandeln: Sie ist der Grund, warum eine Snooker-Wette bei Sporttip für sehr grosse Einsätze nicht infrage kommt, und der Grund, warum eine Kombination aus vier Frame-Wetten bei CHF 1 Einsatz pro Wette zu einer ganz anderen Kalkulation führt als dieselbe Kombination mit einem Zehntel der Einsätze.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote – bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten – und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das ist eine Feinheit, die keinen Wettschein rettet, aber bei Systemwetten mit vielen Kombinationen sichtbar wird.

Der Spielplan der Saison: von Sheffield nach London und York

Ein Snooker-Jahr ist kein gleichmässig fliessender Kalender; es hat drei Höhepunkte und dazwischen ein Programm, das vor allem der Weltrangliste dient. Wer Snooker wettet, sollte den Rhythmus kennen, weil er bestimmt, wann welche Märkte überhaupt geöffnet sind.

Die Triple Crown und warum sie die Quoten bewegt

Die Triple Crown besteht aus den drei prestigeträchtigsten Turnieren des Sports: der Snookerweltmeisterschaft, der UK Championship und dem Masters. Organisiert wird das professionelle Spiel von der World Professional Billiards & Snooker Association (WPBSA), die 1968 gegründet wurde; ihre kommerzielle Tochter ist die World Snooker Tour. Die drei Turniere der Triple Crown sind die einzigen, bei denen die Quoten über Wochen öffentlich diskutiert werden – und genau deshalb sind sie auch die einzigen, bei denen der Markt wirklich effizient ist.

Die Weltmeisterschaft ist der älteste und der längste der drei Termine. Die Endrunde findet seit 1977 ab Ende April über 17 Tage im Crucible Theatre in Sheffield statt; die Austragung dort ist vertraglich bis 2045 gesichert. An der Endrunde nehmen 32 Spieler teil, inklusive Qualifikation sind es 144, und das Finale wird im Modus Best of 35 Frames gespielt.

Diese Zahl ist keine Fussnote. Best of 35 Frames heisst, dass der Weltmeister bis zu 35 einzelne Frames spielt, dass ein 10:8-Rückstand nach der ersten Session noch kein Rückstand ist, und dass eine Wette auf den Turniersieger zwei Wochen lang nicht entschieden sein kann. Wer auf einen Matchsieger in einer frühen Runde setzt, wettet auf Best of 9 oder Best of 11 – ein anderer Sport, was die Varianz betrifft, als das Finale. Wer das nicht im Kopf hat, misst der Formkurve eine Bedeutung bei, die nur in der kurzen Form existiert.

Das Masters und die UK Championship spielen dieselbe Rolle mit kleinerem Feld und kürzeren Distanzen. Sie sind für Wettende interessanter als die WM, weil die Felder überschaubar sind und weil die Spielerwochenenden sich besser vergleichen lassen – und sie sind für die Quotengestaltung unangenehmer, weil die kurzen Distanzen die Favoriten näher an die Aussenseiter rücken.

Was ein Turnierverlauf für die Wette bedeutet

Profiturniere im Snooker werden meist im Best-of-Modus über mehrere Frames gespielt; professionell werden 12-Fuss-Tische mit einem Aussenmass von etwa 366 × 183 cm verwendet. Der Tisch ist gross, das Loch klein, und die Distanzen in einem Turnier sind lang genug, dass die Qualität über die Länge des Turniers gewinnt.

Für die Wettpraxis heisst das: Die frühen Runden eines Turniers sind die Runden der Aussenseiterchancen, weil dort kurze Distanzen und ein guter Tagwerk eine Menge ausmachen. Die späteren Runden sind die Runden der Rangliste. Wer ein Turnier über mehrere Wetten begleiten will, sollte diese Verschiebung in seiner Kalkulation haben, nicht in einem Satz über die Form.

Und es gibt einen Aspekt, den nur Regeltreue liefert: Ein Wettkämpfer, der an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Das ist kein moralischer Hinweis, sondern eine Regel des schweizerischen Angebots, und sie erklärt, warum die Quoten in einem Turnier nicht von innen heraus manipulierbar sind. Die Angleichung der Quoten geschieht an der Börse und in den Buchungsbüros, nicht am Tisch.

Wer die Zahlen liefert und was sie kosten

Quotenschlüssel und Auszahlungsquote sind Marktbegriffe, keine gesetzlichen. Der Quotenschlüssel eines Marktes ist der Anteil aller Einsätze, den ein Markt zurückzahlt, berechnet als 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ); die Marge ist 100 % minus dieser Anteil. Für einen Zwei-Weg-Markt bei 1.90/1.90 ergibt sich ein Quotenschlüssel von rund 95 % und eine Marge von rund 5 %.

Wer heute in einen Snooker-Markt schaut und zwei Kurse um 1.90 findet, hat also einen fairen Markt vor sich – und das ist der einzige Massstab, den der Wettende selbst kontrollieren kann. Der Wettende kann die Wahrscheinlichkeit nicht kontrollieren, aber er kann prüfen, ob dieselbe Frage woanders billiger gestellt wird. Bei zwei bewilligten Veranstaltern in der Schweiz ist dieser Vergleich schnell zu Ende.

Snooker-Wettanbieter im Vergleich: Kriterien, die den Unterschied machen

Die Auswahl an Anbietern ist hierzulande kleiner als in fast jedem Nachbarland, und das ist der erste Punkt, den jede Bewertung aushalten muss. Wer Snooker in der Schweiz spielen will, hat zwei bewilligte Wege und eine Handvoll ausländischer Namen, die einem in Werbeanzeigen begegnen. Die folgenden Kriterien trennen nicht die Anbieter in gut und schlecht, sondern ordnen, was ein Wettender wirklich prüfen kann.

Die Ordnungskriterien

Wettangebot und Marktvielfalt. Wie breit ein Anbieter wettet, entscheidet, ob ein einzelnes Turnier überhaupt spielbar ist. Bei einem Anbieter mit wenigen Snooker-Märkten bleibt dem Wettenden kaum mehr als der Matchsieger; ein breiteres Programm erlaubt Frame-Wetten und Turniersieger-Märkte neben der Partie.

Quotenniveau. Der Quotenschlüssel eines Anbieters und der der Konkurrenz sind der direkteste Vergleich, weil sie sich auf dieselbe Frage beziehen. Für Snooker-Märkte liegen öffentlich belegte Einzelpreise nur für wenige Veranstaltungen vor; wo keine Zahl vorliegt, bleibt nur der Blick in das Wettprogramm selbst.

Limiten. Ein Mindesteinsatz von CHF 1 und ein Höchsteinsatz von CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten sind keine Nebensätze, sondern bestimmen, welche Strategie überhaupt umsetzbar ist. Wer in kleinen Schritten arbeiten will, braucht andere Anbieter als jemand, der eine einzelne grosse Wette platziert.

Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen. In der Schweiz ist die Auszahlung auf ein Konto, das auf den Kontoinhaber lautet, die Regel – anonyme Auszahlungen oder Auszahlungen in Krypto-Währungen existieren im bewilligten Schweizer Angebot nicht. Das ist keine Formalität, sondern die Eigenschaft, die die Zuordnung von Konto und Person sichert.

Übersicht nach Bewilligungsstatus

Anbieter Bewilligung in der Schweiz Veranstalter oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS Société de la Loterie de la Suisse Romande
BillyBets keine Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
1Bet keine Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
BetPanda keine Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
Boomerang Bet keine Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
Playzilla keine Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
BetAlright keine Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
BetFury keine Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
FortuneJack keine Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung

Acht Zeilen dieser Tabelle sagen dasselbe, und das ist der Befund: Für die ausländischen Namen existiert schlicht keine Schweizer Bewilligung, weil nur zwei Veranstalter sie überhaupt erhalten können. Eine Bewilligung aus einem anderen Land – ob Curaçao, Malta oder Deutschland – hat in der Schweiz keine Wirkung. Das ist keine Einschätzung, sondern eine Folge der Gesetzgebung. Wer trotzdem bei einem dieser Anbieter spielt, spielt ohne Schweizer Rechtsschutz, ohne Anschluss an das Sperrregister und mit einer Sperrliste im Rücken, die die Gespa veröffentlicht und die von den Telekom-Anbietern per DNS durchgesetzt wird.

Wie die Schweiz das Snooker-Wetten einordnet: ein grosses Spiel, zwei Häuser

Der Rahmen ist schnell erzählt, und er ist der eigentliche Grund, warum dieser Text keinen Vergleich über ein Dutzend Anbieter liefern kann. Sportwetten sind ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern. Nicht von der ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt.

Warum es nur zwei bewilligte Veranstalter gibt

Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei festgelegt, und daraus folgt alles Weitere.

Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Jouez Sport ist das Sportwettenprodukt der Loterie Romande, die für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura tätig ist und 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende zählt.

Die beiden bedienen getrennte Gebiete, und die Trennung sitzt tiefer als die Sprache. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Wer in Genf wohnt, hat dort kein Konto, und wer in Zürich wohnt, keines bei Jouez Sport. Das ist die erste Folge, die ein Leser aus der Westschweiz auf dieser Seite spürt: Die Hälfte der folgenden Absätze betrifft ihn nicht.

Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus, in der Praxis im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Zur Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Das ist kein Formalismus: Es ist die technische Umsetzung der Ein-Konto-Regel.

Was überhaupt gewettet werden darf

Die Gespa führt eine Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, und nur was dort steht, darf angeboten werden. Die Liste ist eine geschlossene Aufzählung: Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet – nie Wetten auf Trainingsläufe. In der Liste finden sich keine Corner- oder Kartenmärkte und kein Esport. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Wetten auf Snooker sind damit nur in dem Umfang möglich, den die Liste deckt. Was darüber hinausgeht – exotische Märkte, Sonderwetten auf einzelne Ballwechsel – ist nicht Teil des zugelassenen Angebots. Wer ein Wettprogramm offen hat, sieht diese Grenze nicht, aber sie ist der Grund, warum ein Schweizer Snooker-Angebot schmaler ist als ein internationales.

Live-Wetten sind erlaubt, vor dem Ereignis und während des Ereignisses, soweit der Veranstalter über eine entsprechende Bewilligung verfügt. Das Gesetz legt keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte fest.

Livewetten und Cash-Out: was im Ablauf tatsächlich passiert

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Die Formulierung ist technisch, ihre Folge nicht: Wer zu spät setzt, verliert den Reiz der Wette, nicht seinen Einsatz.

Cash-Out ist in der Schweiz nicht gesetzlich geregelt; es ist eine Funktion des jeweiligen Veranstalters. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Das sind zwei Sätze, die den Wert des Cash-Out zusammenfassen: Es ist ein Angebot, kein Recht. Wer eine Wette mit Cash-Out plant, sollte vorher prüfen, ob der Markt in der Liste steht, und den Ausstieg nicht als Versicherung einplanen. Wer die Sicherheit will, bekommt sie nicht garantiert.

Wenn zwei Voraussagen voneinander abhängen

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Die Konsequenz für den Wettenden ist unangenehm, aber klar: Eine Kombination aus zwei Fragen zum selben Match – Matchsieger und höchstes Break – gehört in den Bet Builder und nicht in eine gewöhnliche Kombiwette. Wer das verwechselt, riskiert die Rückabwicklung statt einer Entscheidung.

Snooker-Wetten in der Schweiz: Bewilligungen, Sperrliste und was von aussen kommt

Wer einen der ausländischen Namen liest, trifft in der Schweiz auf drei Begriffe, die nicht zusammengehören: Bewilligung, Sperrliste und Spielsperre. Der erste betrifft den Anbieter, der zweite den Zugang, der dritte die Person. Keiner davon ist eine Formalität.

Was eine ausländische Bewilligung hier wert ist

Eine Bewilligung aus einem anderen Land hat keine Wirkung in der Schweiz; das ist ausdrücklich so geregelt. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat und wird mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet, bei gewerbsmässigem Betrieb mit bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft. Das ist die eine beruhigende Nachricht, und sie ist die einzige.

Denn die Folgen treffen den Wettenden anderswo. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains, und blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt – ein Vorgang, den die Aufsicht als Domain-Hopping beschreibt und bei dem sie namentlich Interwetten und Bet-at-Home nennt sowie bet365 als auf der Liste stehend beschreibt. Wer einen ausländischen Anbieter wählt, wählt damit ein Verhältnis, in dem der Zugang von heute auf morgen verschwinden kann.

Die zweite Folge betrifft Geld und Streit. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung besteht kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg. Wer sich selbst sperren lässt, sperrt sich nicht gegenüber einem Anbieter, der dieses Register nicht liest. Und im Fall eines Verfahrens gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne konfisziert werden, ohne dass dem Spielenden ein Ausgleich zusteht.

Die ehrliche Fassung ist deshalb keine Warnung und keine Freigabe. Ein ausländischer Anbieter bedeutet: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und Gewinne unterliegen nach kantonaler Praxis der Einkommenssteuer. Ein bewilligter Anbieter bedeutet: voller Schweizer Schutz, aber nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Wettarten, eine Wohnsitzvoraussetzung und Identitätsprüfung. Keine der beiden Seiten ist per Voreinstellung «die sichere Wahl».

Werbung, Gratisspielguthaben und die Grenzen dazwischen

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für ein Geldspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Beträge und Bedingungen eines Bonus ergeben sich ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters.

Das erklärt, warum die Bonuslandschaft in der Schweiz so aussieht, wie sie aussieht. Ein Willkommenspaket mit dreistelligem Betrag und 20-fachem Umsatz gibt es hier nicht als Regelangebot; es gibt ein Gratisspielguthaben, das eine Aufsicht vorher genehmigt hat, und es gilt nur bei einem der beiden Veranstalter.

Was der Markt stattdessen kennt, sind Quoten- und Kombiboosts. Bei Sporttip gelten Quotenboosts nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost gilt nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind.

Diese Staffel ist der interessanteste Satz im ganzen Bonusbereich der Schweiz. Der Sprung von 5 % auf 100 % verlangt nicht die vierfache, sondern die knapp vierfache Zahl an Voraussagen – und jede zusätzliche Voraussage multipliziert die Marge. Wer fünfzehn Voraussagen mit je mindestens 1.50 kombiniert, hat eine Quote von über 437, eine Trefferwahrscheinlichkeit im Promillebereich und, wenn der Boost greift, eine Erhöhung des Nettogewinns um das Doppelte. Der Boost ist kein Geschenk, er ist ein Anreiz, mehr zu kombinieren, und Kombinieren ist der teuerste Weg im Buchmachergeschäft.

Eine Zahl fehlt in diesem Abschnitt bewusst: einen prozentualen Bonus auf eine Einzahlung nennt keiner der beiden Veranstalter in seinen Bedingungen in dieser Form. Wo ein Anbieter mit einem Einzahlungsbonus wirbt, liest man die Bedingungen des Anbieters, und man liest sie, bevor man einzahlt.

Was die Limiten kosten: Spielerschutz, Steuern und der eigene Rahmen

Der Abschnitt, der in jedem Anbietervergleich am kürzesten ausfällt, ist der, der am meisten Geld bewegt. Limiten sind keine Verzierung. Sie entscheiden darüber, wie viel ein Wettender an einem schlechten Abend verlieren kann, und in der Schweiz werden sie von der wettenden Person gesetzt, nicht vom Staat.

Verlustlimiten sind eine Selbstverpflichtung mit Verzögerung

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Die 72 Stunden sind der Teil, der wirkt. Wer an einem Abend verliert und die Limite erhöhen will, kann es nicht an diesem Abend tun. Der Gesetzgeber verlangt in der Verordnung eine Erhöhung erst nach 24 Stunden; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Der Unterschied von einem auf drei Tage ist der Unterschied zwischen einer Bremse und einer Wand. Wer die Limite in einem Moment des Ärgers ändern will, merkt genau dann, wie die Regel gedacht war.

Wer die Limite zu grosszügig setzt, hat sie nicht gesetzt. CHF 9’999 über 30 Tage ist keine Grenze, sie ist eine Genehmigung. Wer klein anfängt – CHF 100 pro Woche bei Snooker-Wetten, wo eine Einzelwette mit CHF 1 beginnt –, hat eine Grenze, die im Alltag tatsächlich zieht.

Eine feste staatliche Einzahlungsobergrenze kennt die Schweiz nicht. Das ist ein Unterschied zur deutschen Regelung, und er ist wichtig: Die Limite in der Schweiz ist eine Zahl, die der Wettende selbst wählt, innerhalb eines Maximums, das der Veranstalter vorgibt.

Sperren, Register und der Weg zurück

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Diese letzte Eigenschaft ist die wichtigste des ganzen Abschnitts. Wer sich bei Swisslos unbefristet sperrt, sperrt sich nicht bei einem Produkt, sondern in einem Register, das die Schweizer Anbieter lesen. Wer hingegen bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, steht in diesem Register nicht – und ein Anbieter, der es nicht liest, sperrt niemanden. Wer wirklich nicht mehr spielen will, muss sich also bei dem Ort sperren, an dem er tatsächlich spielt, und das kann mehr als einen Anbieter bedeuten.

Eine freiwillige Sperre kann nach Ablauf der Frist nur unter Beteiligung einer Fachstelle aufgehoben werden; eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Eine Zahl aus der Aufsicht gehört hierher, weil sie die Erwartung korrigiert, die man an Kontrollen an Verkaufsstellen haben könnte: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Die Kontrolle an der Verkaufsstelle ist also nicht streng, und wer glaubt, das System fange Minderjährige zuverlässig ab, irrt. Der Schutz beginnt bei der Person und nicht an der Kasse.

Was der Fiskus von einem Snooker-Gewinn sieht

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); der kantonale Freibetrag weicht davon ab, deshalb gilt «je nach Kanton». Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt wird.

Für einen normalen Snooker-Wettenden ist die praktische Folge einfach: Sein Gewinn liegt weit unter dem Freibetrag, es fällt keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer an. Eine Wette von CHF 500 auf eine Quote von 2.10 bringt CHF 1’050 zurück, davon CHF 550 Reingewinn – eine Grössenordnung, die den Freibetrag nicht berührt.

Anders sieht es bei ausländischen Anbietern aus. Gewinne von ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Das ist die stillste Folge der Wahl eines Anbieters ohne Schweizer Bewilligung: Sie schlägt erst bei der Steuererklärung zu, und sie trifft jeden Gewinn.

Eine Wettsteuer auf Einsätze gibt es in der Schweiz nicht. Wer sie in einem Vergleich findet, liest über ein anderes Land. Für die eigene Situation gilt der Hinweis, den jede seriöse Auskunft gibt: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.

Auszahlung, Konto und der eigene Name

In der Schweiz werden Gewinne und Guthaben nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausbezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Angebot nicht, und eine Kreditvergabe an Spielende ist untersagt.

Das ist ein Satz mit zwei Konsequenzen. Die erste ist unbequem: Der Wettende muss ein Konto in seinem Namen haben, das zur registrierten Identität passt; Diskretion ist nicht Teil des Produkts. Die zweite ist beruhigend: Eine Auszahlung, die nicht auf ein eigenes Konto geht, ist ein Merkmal eines Anbieters ausserhalb des bewilligten Angebots. Wer eine Auszahlung in Krypto erhält, weiss damit auch, wo er spielt.

Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, regelt jeder Veranstalter in seinen eigenen Bedingungen; es gibt in der Schweiz keine Vorgabe darüber hinaus. Es gibt auch kein Instrument, mit dem Banken oder Kartennetzwerke Zahlungen an unerlaubte Wettangebote sperren – wer das liest, sollte nicht darauf vertrauen.

Die zehn Anbieter im Einzelnen: Bewilligung, Produkt, Profil

Die Reihenfolge spiegelt die Ordnung, in der sich das Schweizer Angebot tatsächlich liest: zuerst die beiden Veranstalter, die eine Bewilligung haben, danach die ausländischen Namen, die Schweizer Wettende in Anzeigen sehen. Die Bewertung der ausländischen Namen erfolgt über dieselben Kriterien wie die der bewilligten – und sie endet für sie in zwei Fällen mit einer klaren Absage.

Swisslos Sporttip: das einzige Angebot, das ein Schweizer Rechtsschutz begleitet

Swisslos betreibt Sporttip auf der Grundlage einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz; die Aufsicht liegt bei der Gespa. Der Veranstalter ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Ein Online-Konto erhalten Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet – den deutschsprachigen Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dem Kanton Tessin und dem Fürstentum Liechtenstein.

Der Massstab, an dem sich Sporttip messen lassen muss, ist nicht die Quote, sondern die Verbindung aus Limite, Schutz und Steuer. Der Mindesteinsatz von CHF 1 macht Snooker-Wetten in kleinen Schritten überhaupt möglich; eine Frame-Wette mit CHF 1 ist eine sinnvolle Position, und sie wäre bei einem Anbieter mit CHF 5 Mindesteinsatz keine. Der Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette setzt dafür eine Decke, die einen Teil der Kundschaft in Anzeigenlotterien ausschliesst.

Was den Snooker-Fall bei Sporttip am stärksten prägt, ist die Kombination aus Live-Regel und Regelung abhängiger Ereignisse. Eine Livewette auf einen Frame bleibt bis zum Frame-Ende offen, und eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert wird, zählt mit Quote 1.00. Das ist ein Mechanismus, der den Live-Handel fair halten soll und in der Praxis bedeutet: Der Zeitpunkt des Klicks ist Teil der Wette, auch wenn das Wettprogramm keine Uhr hat. Wer live auf Snooker setzt, tut gut daran, den Punktestand im Blick zu haben und nicht die Quote.

Ein Profil, das in keinem Marketing vorkommt: Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Das ist das Argument, das kein ausländischer Anbieter mit einer Zahl beantworten kann. Ein Teil des Geldes, das in Sporttip verschwindet, kommt in der Sportförderung dieses Landes wieder an.

Die Bewertung: Für Snooker-Wettende in der Deutschschweiz ist Sporttip der einzige Ort, an dem eine Wette auf ein Turnier mit Schweizer Rechtsschutz, Schweizer Limiten und Schweizer Steuerregel zusammenkommt. Wer bei einem ausländischen Anbieter eine bessere Quote findet, zahlt den Unterschied in Rechtsschutz, Registeranschluss und Steuerbehandlung – nicht auf dem Wettschein, aber in dem, was man nicht auf dem Wettschein sieht.

Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Recht, ein anderes Gebiet

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport auf derselben bewilligungsrechtlichen Grundlage – Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, Aufsicht durch die Gespa – und ist die zweite der beiden Veranstalterinnen, die das interkantonale Recht zulässt. Der Veranstalter ist die Société de la Loterie de la Suisse Romande; ein Online-Konto erhalten Personen mit Wohnsitz in ihrem Gebiet, den sechs Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Die Trennung der Gebiete ist die schärfste Konsequenz, die diese Seite für einen Leser aus der Westschweiz hat. Wer in Lausanne wohnt, findet bei Swisslos kein Konto, und wer in Bern wohnt, keines bei Jouez Sport. Das ist kein Nachteil des einen oder des anderen Veranstalters, sondern die Struktur des schweizerischen Modells. Ein Snooker-Wettender in Freiburg hat genau einen bewilligten Weg, und ein Snooker-Wettender in Zürich hat einen anderen.

Die Grössenordnung des Hauses hilft bei der Einschätzung der Verkaufsstellen: 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Wer eine Wette bar an einer Verkaufsstelle abgeben will, findet in seinem Kanton also eine dichte Infrastruktur – und die Testkäufe der Aufsicht zeigen, dass diese Dichte keine Garantie für Alterskontrollen ist. Wer online spielt, hat mit dem Konto dieselbe Identitätsprüfung zu durchlaufen wie bei Swisslos.

Die Bewertung: Für Wettende in der Westschweiz ist Jouez Sport die einzige bewilligte Möglichkeit, Snooker zu spielen, und damit ist die Wahl keine Wahl. Was bleibt, ist die Frage, ob die eigenen Limiten richtig gesetzt sind, bevor die erste Wette läuft – und das ist die Entscheidung, die hier tatsächlich ansteht.

BillyBets: ohne Schweizer Bewilligung, mit einem klaren Nachteil

BillyBets hat keine Schweizer Bewilligung. Das ist keine Einschätzung des Angebots, sondern der Status: Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz veranstalten, und eine Bewilligung aus einem anderen Land hat hier keine Wirkung. Der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es besteht kein Schweizer Rechtsweg, und seine Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.

Für Snooker-Wettende heisst das konkret: Es gibt keinen Schweizer Anschluss an die Selbstsperre, es gibt keine Verlustlimiten nach Schweizer Vorgaben in den eigenen Bedingungen, und es gibt keinen Schiedsweg innerhalb der Schweiz, wenn eine Auszahlung hängt. Die Beurteilung, die daraus folgt: Wer Snooker ausschliesslich als Unterhaltung mit kleinen Einsätzen betreibt und mit dem Verlust des Rechtswegs leben kann, mag bei einem solchen Anbieter landen; wer eine Sperre braucht oder im Streitfall eine Adresse will, findet hier keine.

1Bet: ohne Schweizer Bewilligung, gleiche Ausgangslage

1Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es besteht kein Schweizer Rechtsweg, und seine Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden. Für die Beurteilung bleibt der Massstab derselbe wie beim vorigen Namen: kein Schweizer Schutz, keine Schweizer Aufsicht. Wer Snooker über einen solchen Anbieter spielt, sollte seine eigenen Grenzen selbst setzen, weil niemand sie für ihn setzt.

BetPanda: ohne Schweizer Bewilligung, gleiche Ausgangslage

BetPanda hat keine Schweizer Bewilligung. Ein Anschluss an das Schweizer Sperrregister fehlt, ebenso ein Schweizer Rechtsweg, und die Domains können per DNS blockiert werden. Die Folge für einen Snooker-Wettenden ist die nüchterne: Gewinne aus einem solchen Angebot sind nach kantonaler Praxis steuerbar, und im Streitfall steht keine Schweizer Stelle zur Verfügung. Das entscheidet nicht über die Quote, aber über den Wert eines Gewinns.

Boomerang Bet: ohne Schweizer Bewilligung, gleiche Ausgangslage

Boomerang Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Es fehlt der Anschluss an das Sperrregister, es fehlt ein Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste gesetzt werden. Der praktische Rat, der daraus folgt, ist derselbe wie bei jedem Anbieter ohne Bewilligung: Wer dort spielt, prüft seine Auszahlung vorher, nicht nachher, und prüft die Steuerfolge, bevor der Gewinn auf dem Konto liegt.

Playzilla: ohne Schweizer Bewilligung, gleiche Ausgangslage

Playzilla hat keine Schweizer Bewilligung. Der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angebunden, bietet keinen Schweizer Rechtsweg, und seine Domains können per DNS blockiert werden. Wer bei einem solchen Anbieter auf Snooker setzt, hat es mit einem Markt zu tun, der ausserhalb des schweizerischen Bewilligungsrahmens liegt – mit allen Folgen, die in den Abschnitten zur Rechtslage beschrieben sind, und ohne die Schutzwirkung, die eine Sperre bei Swisslos entfaltet.

BetAlright: ohne Schweizer Bewilligung, gleiche Ausgangslage

BetAlright hat keine Schweizer Bewilligung. Hier gibt es weder ein Sperrregister noch einen Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden. Der wesentliche Punkt für Snooker-Wettende ist nicht das Produkt, sondern die Verfügbarkeit: Ein blockierter Zugang ist ein Zugang, auf den man sich nicht verlassen kann, und ein Konto bei einem nicht verfügbaren Anbieter löst kein Problem, sondern verschiebt es.

BetFury: ohne Schweizer Bewilligung, gleiche Ausgangslage

BetFury hat keine Schweizer Bewilligung. Es fehlt der Anschluss an das Sperrregister, es fehlt ein Schweizer Rechtsweg, und die Domains können per DNS blockiert werden. Wer in der Schweiz Snooker wettet, sollte bei einem solchen Namen nicht mit der Kulanz einer Aufsicht rechnen, die es für ihn nicht gibt; die Spielregeln dieses Anbieters sind die einzige Ordnung, die gilt, und sie liegen ausserhalb der Schweiz.

FortuneJack: ohne Schweizer Bewilligung, gleiche Ausgangslage

FortuneJack hat keine Schweizer Bewilligung. Da keine Verbindung zum Sperrregister besteht und kein Schweizer Rechtsweg offensteht, können die Domains auf die Sperrliste gesetzt werden. Damit schliesst sich die Reihe der acht Namen, die alle denselben bewilligungsrechtlichen Status teilen. Für einen Snooker-Wettenden in der Schweiz sind sie keine Alternative zum bewilligten Angebot, sondern eine parallele Welt mit eigenem Risiko und eigener Steuerfolge – und wer sich für sie entscheidet, sollte das mit derselben Nüchternheit tun, mit der er eine Quote liest.

Häufige Fragen zu Snooker-Wetten in der Schweiz

Bei Swisslos unter dem Produkt Sporttip und bei der Loterie Romande unter Jouez Sport – das sind die beiden Veranstalter, die das interkantonale Recht für Sportwetten zulässt. Jeder bedient sein eigenes Gebiet: Sporttip die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein, Jouez Sport die sechs Westschweizer Kantone. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz im jeweiligen Gebiet voraus.

Steht Snooker auf der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten?

Die Gespa führt eine geschlossene Liste der erlaubten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, und nur was dort steht, darf angeboten werden. Snooker gehört zu den Sportarten, für die ein Wettangebot möglich ist. Was nicht auf der Liste steht, ist ausgeschlossen – etwa Corner- und Kartenmärkte, Esport, Wetten auf Trainingsläufe oder auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen.

Wie gross ist die Marge in Snooker-Quoten, und was bleibt vom Einsatz?

Die Marge steckt in der Differenz der Quoten beider Seiten. Bei einem illustrativen Zwei-Weg-Markt mit je 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 % und die Marge bei rund 5 %. Dünn besetzte Nischenmärkte öffnen die Schere weiter. Von jedem CHF 100, die auf beide Ausgänge zusammen gesetzt werden, fliessen im statistischen Mittel rund CHF 95 zurück.

Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Eine Wette von CHF 100 auf 1.90 bringt bei Treffer CHF 190 zurück, also CHF 90 Reingewinn – als Ergebnis einer einzelnen Wette, nicht als Erwartungswert.

Wie werden Livewetten auf einzelne Frames abgerechnet?

Bei Sporttip gilt die Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten ebenfalls mit 1.00 werten. Der Zeitpunkt des Klicks entscheidet also mit – auch ohne sichtbare Uhr im Wettprogramm.

Wie werden Gewinne von Anbietern ohne Schweizer Bewilligung besteuert?

Anders als bei bewilligten Schweizer Grossspielen: Dort sind Gewinne bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei, oberhalb davon behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein. Gewinne von ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis – etwa im Thurgau – behandelt sie als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Im Zweifel die kantonale Steuerverwaltung fragen.

Inhalt erstellt vom Team «einzahlungsbonusch.com»